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Schwert des Imperiums

Wargasm

Routinier



Prolog




BESCHLAGNAHMTE DOSSIERS DER INQUISITION
- NUR FÜR BEFUGTES PERSONAL -

AKTE 115:54B:694:XDS

[Zugangsberechtigung eingeben]

> ************** <

[Wird Verifiziert]


Vielen Dank, Inquisitor

Sie dürfen fortfahren.
___________________________________

AUFGEZEICHNETES BILDDOKUMENT
ORT: MYGEETO

AUS AUFZEICHNUNGSMODUL GEBORGEN

DATENBANKFAKULTÄT DER IMPERIALEN INQUISITION, PRAKITH


Aufzeichnung beginnt.
Statisches Rauschen geht über in Dunkelheit, Entfernte laute menschlicher Schmerzen. Ein Lichtblitz. Laufgeräusche

Bildquelle bewegt sich, sucht, wackelt. Ein paar Steinmauern in Nahaufnahme. Noch ein Blitz, heller, näher. Ein Schmerzschrei. Ein extrem heller Blitz.

Bild für eine Minute zweiundzwanzig Sekunden unkenntlich, Hintergrundlärm.

Ein Mann in langem schwarz/rotem Gewand ruft etwas, während er nahe an der Bildquelle vorbeigeht. Wortlaut nicht auszumachen. Umgebung, dunkles Gestein, möglicherweise ein Tunnel.
Identität ist unbekannt, nur Teilaufnahmen vom Gesicht.
Bildquelle hängt sich hinter den Mann und beobachtet, während der Mann eine Vibroklinge zieht. Nahaufnahmen von seinen Händen wie er den Schaft umklammert. Der Siegelring eines Inquisitors ist deutlich zu sehen.
Er dreht sich um, dass Gesicht bleibt im Schatten und spricht.
»Denn wir sind das Schwert in der Dunkelheit, Das Feuer das gegen die Kälte brennt, Das Instrument das zum Angriff erhallt, Der Schild der, das Imperium schützt....« Worte nicht Rekonstruierbar.
Weitere Lichtblitze, jetzt eindeutig als nahe Blasterschüsse zu erkennen. Bildfilter blendet nicht ab, Überlichtung.
Überlichtung dauert zwölf Sekunden, danach langsame Rückkehr des Kontrasts.
Bildquelle passiert den hohen Steingang einer größeren Kammer.
Graues Gestein, roh behauen. Bildquelle schwenkt.
Leichen im Eingang und zusammengebrochen auf der Innentreppe.
Massive Wunden, Verstümmelungen. Das Gestein ist Nass vom Blut.
Die Stimme des Inquisitors ertönt:
»Wo bist du? Wo? Zeig dich!«
Bildquelle rückt näher, zwei Gestallten passieren sie, verschwommen.
Das Bild zeigt das es sich um Darktrooper handelt. Keine Insignien oder Dienstnummern zu erkennen. Beide mit schweren Blastern bewaffnet.
Die Bildquelle schwenkt herum und verharrt bei einer Seitenansicht der Darktrooper die in ein blutiges Handgemenge auf der Treppe verwickelt sind.
Die Widersacher scheinen sechs mutierte Menschen mit biogenen Implantaten zu sein.
Einer der Darktrooper schießt mit dem schweren Blaster und zerfetzt zwei von ihnen, der Rauch lässt das Bild teilweise undeutlich werden.
Der Inquisitor schlägt einem anderen mit der Klinge den Kopf ab und springt rückwärts... Die Bildquelle ist zu langsam um ihm zu folgen... er spießt den anderen Mutanten auf.
Bildquelle bewegt sich rückwärts und ruckelt stark, sie erfasst wie einer der Darktrooper erneut von Energiefeuer getroffen wird.
Der Darktrooper zuckt, explodiert. Bildquelle wird von Blutnebel besprüht, Bild trübt sich.
Verschiedene Lärmquellen, unverständliche Stimmen, einiges Geschrei.

Bildquelle wird von einem Handschuh wieder klargewischt.
Der Inquisitor ist genau vor der Bildquelle und stürmt in eine ausgedehnte Rechteckige Kammer, die von grünen chemischen Lampen erhellt ist.
»...Unser Leben, unsere Seele, In dieser Nacht, bis zur Morgendämmerung und in allen die da kommen mögen. So sei es, bis wir fallen. Vorwärts, ... und sterbt wie die Helden die ihr seid. Für Recht und Ordnung ! Für das Imperium !
... und du Ungeheuer, du Bastard, wirst von den heiligen Flammen gereinigt werden... «

Der Inquisitor bewegt sich aus dem Bild.
Bildquelle schwenkt, wird ruckelig.
Körperteile liegen verteilt auf dem Kammerboden. Starke Detonation in der Nähe. Bild wackelt, Bildquelle kippt zur Seite.
Bildausfall für eine Minute zehn Sekunden, Starker Hintergrundlärm.

Bild kehrt zurück.
Der Inquisitor teilweise von der linken Seite zu sehen, ist im Kampf verwickelt.
Nachglühen von Energieschlägen mit der Vibroklinge, bleiben mehrere Sekunden ins Bild eingebrannt.
Bild wird ganz auf den Inquisitor gerichtet, welcher im unerbitterten Nahkampf mit einem unbekanntem Feind ist.
Bewegungen zu schnell für die Bildquelle. Nicht Erfassbar.
Verschwommene Gestallten kommen von Rechts, der verbleibende Darktrooper schießt. Die Köpfe der Gestallten explodieren, sie gehen zu Boden.
Überlichtung. Bildquelle fällt aus.
Dauer unbekannt.

Bild kehrt zurück.
Verwackelte Aufnahmen vom Boden und Wand.
Bildschärfe wird justiert.
Bildquelle erfasst den Inquisitor und den unbekannten Feind, in ihrem andauernden Kampf, Rauchschwaden beeinträchtigen die Sicht.
Kampf wie zuvor, zu schnelle für eine klare Erfassung der durch die Bildquelle.
Eine leuchtende Linie spießt plötzlich den Inquisitor auf.
Bild wackelt.
Pause, leeres Bild für unbestimmte Dauer.

Bild kehrt zurück.
Nahaufnahme von einem unbekanntem Gesicht, das in die Bildquelle schaut. Der Blick ist leer.
»Hallo kleines Ding...«
Lichtblitz.
Schrei. Vermutlich von der Bildquelle.
Bildrauschen.
Bild erlischt.
Aufzeichnung Endet.
 

Wargasm

Routinier

E I N S



»Jedi sind wie ein Baum. Ihre Wurzeln liegen im Dunkel, während ihre Blätter sich in der Sonne wiegen und den Arglosen erscheinen sie verführerisch und angenehm. Wahrlich, du kannst ihre Äste zerschneiden oder sogar den Baum bis zum Boden abschlagen, doch er wird erneut wachsen, stets stärker und dem Auge gefälliger als zuvor. Und immerfort wachsen die Wurzeln, dick und schwarz, nagen an der bitteren Erde, ziehen ihre Nahrung aus der Verdammnis, werden immer länger und krallen sich tiefer und tiefer.
Von solchem Wesen sind die Jedi, und deshalb sind sie so schwer zu vernichten, denn sie müssen mit Laub und Ast, Stumpf und Stiel und Wurzel ausradiert werden. Sie müssen völlig ausgetrieben werden, oder sie kehren umso stärker zurück, immer und immer wieder, bis sie zu groß sind, um sie noch vernichten zu können.
Dann sind wir verdammt.
« - Imperiale Inquisition







Eine kalte Ankunft.
Ein Licht in endloser Dunkelheit.
Aus den persönlichen Aufzeichnungen von Inquisitor Cypheer Threadstone.


In diesen Tagen flog ich auf Befehl nach Prakith zur Zitadelle der Inquisition um mit hohen Inquisitoren selbst sprechen zu dürfen und Instruktionen zu erhalten. Bei meiner Ankunft war das einzige Lebenszeichen jene Wächter der Zitadelle, die mit ihren Leuchtstäben und schwarzen Thermomänteln, auf den Mauern aus Keramit und Basalt in ihren Revieren Streife gingen. Sogar die Luft war eisig. Reif verkrustete die Mauern und das einförmig Land war von einer dicken Eisschicht überzogen. Am Himmel funkelten die Sternbilder einer kuriosen beständigen Nacht. Einer davon war Prak, die Sonne im Prakith System, die jetzt weit entfernt war. Zu Beginn der Schmelze würde sich Prakith wieder in die warme Umarmung seiner Sonne drehen. Jetzt war sie aber nur ein Lichtfunke.
Als mein Lambda Shuttle auf dem Landekreuz in der Nähe der Zitadelle aufsetzte hatte ich bereits einen Thermoanzug und mehrere Schichten gefütterter Kleidung an, aber dennoch durchfuhr mich jetzt eine gefährliche Kälte.
Meine Augen tränten und die Tränen gefroren sofort auf meinen Wimpern und Wangen. Ich klappte zitternd mein Frostvisier herunter und die warme Luft begann sofort unter der Maske zu zirkulieren.
Die Wächter, durch meine verschlüsselten Comlink Rufe auf meine Landung aufmerksam gemacht, erwarteten mich am Rande des Landekreuzes. Ihre Leuchtstäbe neigten sich zur Ehrenbezeugung in dieser eisigen Nacht und die Luft dampfte in der Hitze, die aus ihren Thermomänteln entwich. Ich nickte ihnen zu und zeigte dem Anführer mein Amtssiegel.
Ein geschlossener Landspeeder wartet bereits, er brachte mich weg vom Landekreuz und ich ließ die blinkenden Signallichter meines Lambda Shuttels in der ewigen Winternacht hinter mir zurück. Der Abgasstrahl wirbelte Dampfwolken hinter uns auf und davor war die Landschaft trotz der Lampen Schwarz und schien undurchdringlich. Ich fuhr mit noch zwei weitern Wächtern in der Kabine welche nur vom grünen Schein des Armaturenbretts erleuchtet war. Einer der Wächter reichte mir ein Datapad mit einigen Standard Prozeduren. Ich klappte mein Frostvisier hoch und begann zu lesen.
Ich rief gerade die letzte Seite auf als der Landspeeder anhielt. »Der Haupteingang zur Zitadelle« verkündete einer der Wächter.
Wir stiegen aus und ich klappte mein Visier wieder herab. Juwelen aus Reifflocken umflatterten uns in der Schwärze und funkelten wenn sie durch die Schweinwerferstrahlen des Landspeeders flogen. Ich hatte bereits von der bitteren Kälte dieses düsteren Ortes gehört. Beißend und lähmend, jedes Gelenk meines Körpers protestierte und ächzte. Meine Hände und mein Verstand waren fast taub. Das war nicht gut.
Ich blickte empor und sah den großen schwarzen Turm der Zitadelle, welcher von einem riesigen dunklen Gebirge umgeben war. Für mich war dies ein heiliger Ort.
Legenden zu folge konnte man in den Gebirgen die Echos der Schreie, von den getöteten Jedi, bis in alle Ewigkeit noch hören.
Ich empfand bei diesem Gedanken große Freude, endlich wurden die Häretiker ihrer gerechten Strafe zugeführt. Indem sie durch die glühende Hitze des heiligen Feuers der Imperialen Inquisition gereinigt wurden.
Wir nährten uns dem großen Monument mit in der eisigen Dunkelheit knirschenden Schritten. Die Wächter gingen Voraus, die lange Treppe Empor und die Phosphorlichter auf ihren Leuchtstäben wackelten.
Das Inquisitorium teilte mir vor meinem Abflug mit warum sie mich sehen wollten. Es ging um neue Instruktionen, möglicherweise einen Auftrag und das ich seit dem Vorfall mit Inquisitor Matsuyama Miyasaki nicht mehr ihm unterstehe, sondern gesondert zugeteilt werde.
Matsuyama Miyasaki, bei diesem Namen verzogen sich immer meine Mundwinkel. Er strapazierte schon immer mit seiner zwielichtigen Art meine Nerven, aber nachdem er kürzlich versuchte mich zu provozieren, musste ich ihn leider zerschlagen und ihm Leid zufügen. Vorgesetzter hin oder her, wenn jemand gegen mich und damit gegen geballte Imperiale Ordnung vorgeht, muss er gereinigt oder vernichtet werden.
Aber eins muss man Matsuyama lassen, er ist nicht wie die meisten Rebellen oder Zivilisten einfach nur faules Obst, welches man in der Hand zerquetschen kann ohne das es widerstand leistet, sondern er hat eine harte Schale. Ich muss ihn behandeln wie eine Auster.
Bei dieser wird zuerst die harte Schale geknackt. In diesem Stadium ist sie am gefährlichsten, man muss Schutzhandschuhe tragen um sie nicht zu verletzen. Ist die harte Schale aber erst einmal entfernt liegt der weiche Kern offen. Diesen beträufelt man mit Zitronensaft um sich zu vergewissern, dass die Auster noch lebt, diese zieht sich dann quälend unter der Säure zusammen. Schlussendlich verzehrt man sie lebend.
So gehe ich mit jedem vor, der wie er ist. Zuerst brechen, dann Foltern und anschließend aus dem Leben tilgen.
Ich hab schon zuviele Personen beim Imperium erlebt die sich eine harte Schale zugelegt haben um ihre jämmerliche Existenz zu verschleiern. Aber kaum einen der vom Kern auf aus Stein gemeißelt ist. Aus irgend einem Grund spüre ich sowas bei jedem sofort.
Ich senkte meinen Blick wieder und folgte schnellen Schrittes den beiden Wächtern, welche die einzelnen Treppenstufen bei ihrem Aufstieg mit den Leuchtstäben nacheinander erhellten.
 
Zuletzt bearbeitet:

Wargasm

Routinier


Die Großen Schwarzen Tore öffneten sich und ich trat ins innere der Zitadelle. Eindringender Reif setzte sich langsam auf den polierten Basalt und Marmorwänden ab. Langsam erschloss sich mir, die unglaubliche Größe dieses einmaligen Monumentes.
Ich hörte nur die nachhallenden Schritte der Wächter, auf dem spiegelndem Marmorboden sowie dem zunehmend beharrlichem Tropfen des Tauwassers. Alles untermalt von dem ständig unheimlichen Pfeifen des Windes, welcher durch die schmalen Öffnungen der Basaltwände zog.
Ab und an waren einige Gebäudeabschnitte von Fackeln oder roten chemischen Lampen erhellt, der Rest blieb im Verborgenen.
Eine dunkle Gestallt mit weißen Haaren kam eine langgezogene Treppe hinab. Es handelte sich um High Inquisitor Juri Cantov, welcher mich anschließend knapp begrüßte.
Die beiden Wächter wandten sich Wortlos von mir ab, um sich an den Fuß der Treppe zustellen und Haltung anzunehmen.
Wir gingen die nächste lange Treppe empor und Cantov reichte mir eine Datapad. Ich warf einen flüchtigen Blick darauf und erkannte das es, von Inquisitor Matsuyama Miyasaki stammte. »Er ist Tot« sagte er plötzlich.
Ich warf ihm daraufhin einen unglaubwürdigen Blick zu. »Er hat uns einmal zu viel Enttäuscht. Die Inquisition verzeiht keine Fehler, niemals.« fuhr er fort. Es überraschte mich aus irgend einem Grund nicht und ich empfand auch kein Mitleid. Er hatte andere Ansichten als ich.
Der übrigen Galaxis mögen wir alle gleich erscheinen: ein Inquisitor ist ein Inquisitor, ein Wesen der Furcht und Strafvollstreckung. Somit überrascht es viele das wir innerlich, doch so verschieden sind.
Wir gingen in einen Überwachungsraum und ich legte das Datapad beiseite. »Ich habe einen neuen Auftrag für sie.« sagte Cantov »Und diesmal von ganz oben.«
Er drehte einen Bildschirm in meine Richtung und zeigte mir verwackelte Aufnahmen von einem Probot Droiden, welcher ein Expedition Survey Corps begleitete. »Dieser Planet hier, befindet sich in den Unknown Regions, er ist nicht kartographiert.«
Plötzlich sah ich ein aschfahles Wesen über den Bildschirm huschen, welches das Survey Corps Angriff. Blaue Flammen schlugen durch die Augenhöhlen und die Schädeldecken der Personen. Sie brannten regelrecht von innen aus.
»Das könnte interessant werden.« meinte ich zu Cantov und hob dabei eine Augenbraue. »Das ist noch nicht alles« fuhr er fort.
»Wir haben auf Grund dieses Materials einen Inquisitor, samt einem Trupp Dark Trooper auf diesen Planeten entsandt, um Es Gefangen zu nehmen. Wir haben nie wieder etwas von dem Inquisitor gehört. Der mitgeführte Droide konnte aber Bildmaterial aufzeichnen und ist anschließend von dem Planeten gestartet und auf Mygeeto im Outer Rim, notgelandet. Dort konnten wir das Dossier bergen.« Er spielte mir ein aufgezeichnetes Bilddokument vor, in dem einer von uns Inquisitoren, samt einem Trupp Dark Trooper krampfhaft versuchten gegen Es zu kämpfen.
Ihre Bemühungen blieben ohne Erfolg.
»Als ich den ernst der Lage erkannte« setzte Cantov ein. »Machte ich mich selbst auf den Weg es zu fangen und für unsere Zwecke zu verwenden.«
»Unsere Zwecke?« fragte ich ihn verblüfft.
Er grinste schief. »Wir brauchten einen machtsensitiven Probanden und dieses Wesen schien Perfekt dafür geeignet.«
Ich nahm meinen Mut zusammen und fragte erneut. »Für was, brauchen wir Es?«
Cantov dreht sich um und holte aus einer gesonderten Schublade ein Datapad hervor dessen Inhalt vermutlich die höchste Sicherheitsfreigabe im gesamten Imperium erforderte. »Für das Project N145« sagt er knapp und kalt.
Seine Stimme wurde deutliche leiser. »Wir brauchen es für Maelstorm.«
Er reichte mir das Datapad und ich begann zu lesen. Es war ein kompletter Bericht über alles, was bis her versucht wurde und vieles was schief gelaufen war.
Angefangen bei die Gefangennahme durch High Inquisitor Cantov persönlich, über die Inhaftierung auf dem imperialen Sternenzerstörer Inquirer, wo das Wesen genetisch sowie kybernetisch durch die dunkle Seite verändert wurde, bis hin zu dem Feldtest auf einem Planeten auf dem es völlig außer Kontrolle geraten ist und alles durch seine geballte Macht infizierte.
Ihm wurde anscheint die Bezeichnung Project N145 gegeben. Ich konnte es kaum fassen, das man etwas mit so gefährlichem Potenzial am Leben ließ. Aber anderseits war es bei mir ja nicht anderes. Cantov unterbrach mich beim lesen.
»Wir konnten es wieder einfangen und haben es zurzeit in einer gesicherten Eindämmungseinrichtung. Fliegen sie morgen dorthin und statten sie N145 einen Besuch hab. Sie müssen es für unsere Zwecke gewinnen, ein Scheitern wird nicht akzeptiert.«
Ich nickte ihm zu, stand auf und verbeugte mich kurz.
Nachdem ich alle Informationen zusammengetragen hatte verließ ich die Zitadelle wieder.
Das Lambda Shuttle senkte seine Flügel und erhob sich fast schon majestätisch in den nächtlichen klaren Winterhimmel, um Prakith wieder zu verlassen.
 

Wargasm

Routinier

Z W E I


»Solange noch verdorbene Rebellen Atem schöpfen, kann es keinen Frieden geben. Solange noch die Herzen obszöner Jedi schlagen, kann es keine Ruhen geben. Solange noch ungläubige Verräter leben, kann es keine Versöhnung geben.«
- Galaktisches Imperium, Verfasser Unbekannt





Erkenntnisse.
Dunkle Befürchtungen.
An Bord des ISD Vengeance.

In den vergangenen Wochen ist viel passiert, Erkenntnisse wurden gesammelt, die Karten neu verteilt und doch hatte ich bei Project N145 eine schlimme Vorahnung. Das wieder etwas schief laufen würde war bei einem Experiment, wenn man das so Bezeichnen dürfte, dieses Ausmaßes sowieso nur eine Frage der Zeit. Ich marschierte in den Gedanken versunken weiter über den polierten Durastahlboden des imperialen Sternenzerstörers Vengeance in Richtung meines Quartiers. Ich spürte förmlich die Angst der Schiffsbesatzung wenn sie mich erblickten. Außer bei den Sturmtruppen, die schienen mir hinter ihren weißen Rüstungen ziemlich neutral. Wahrscheinlich war es Unwissenheit oder Gleichgültigkeit, wohl eher ersteres.
In meinem Quartier dachte ich nochmal gründlich über Project N145 nach, ich war fasziniert davon aber es war schlicht zu gefährlich, selbst für das mächtige Imperium. Also teilte ich Cantov meine Meinung mit.
Ich drehte mich zu einem Terminal um, welches Daten bis zur höchsten Geheimhaltungsstufe verarbeiten durfte. Ich rief die Eingabemaske auf und erstellte das Scandoc.






Es klopfte plötzlich an der Tür. Ich deaktivierte das Terminal und rief »herein.« Ein Mann in Uniform mit den roten und blauen Abzeichen eines Leutnants kam vorsichtig in den Raum. »Enntttssschuldigen sssie die Störung, Inquisitor. Brauchen wie irgendetwas?« Man konnte die Angst in seiner Stimme förmlich hören. Ich drehte langsam den Kopf in seine Richtung und musterte ihn kurz. »Bringen sie mir einen Cognac auf Eis« erwiderte ich. Er sah mich unglaubwürdig an. »Im Dienst?!«
Ich warf dem Leutnant nur einen vielsagenden, düstern Blick zu, der ihm sagte das man einen Inquisitor einen Befehl nicht wiederholten lassen sollte. »Natürlich, kommt sofort.« Entgegnete er und verließ fluchtartig den Raum.
Zumindest hatte ich letzte Woche einen Machtsensitiven aufspüren können und ihn in einen von unseren Außenposten auf Yavin 4 gesperrt, bevor die dreckigen Rebellen ihn in die Finger bekommen würden und ihn verderben.
Das gab mir ein gutes Gefühl. Aber irgendetwas war anderes an ihm. Mir schwebte immer wieder diese Tätowierung im Kopf herum.
Ich aktivierte mein Datapad, und rief das Foto der Tätowierung auf. Anschließend schaltet ich das Terminal wieder an.






Ich schloss mein Datapad an das Terminal an und lud das Foto hoch.
Die Datenbank würde sicher mehr Informationen ausspucken.






Project Ceta, davon hatte mir Cantov nie was berichtet. Aber es schien einen größeren Zusammenhang zu geben. Operation Blacktrier.
Wenn die Inquisition erst einmal so eine Operation startet dann hängen am Ende immer so viele Personen und Behörden mit drin, das es sehr mühsam wird, alle Spuren zu beseitigen. Ich entschloss mich etwas tiefer zu Bohren.






Ten Partoran. Das schien eine der Schlüsselfiguren des ursprünglichen Projektes zu sein. Ich musste mehr über diese Person herausfinden.





Wenn der Wohnort überhaupt noch stimmte, wurde er mit einem ganzen Planeten angegeben, es würde wieder ewig dauern sie exakt zu lokalisieren, ohne Aufmerksamkeit zu erregen.
Außerdem schien dieses Projekt T.E.N. der Anfang von dem ganzen zu sein, wahrscheinlich wieder eins der Unternehmen die auf Eis gelegt wurden weil sie durch höhere Stellen für zu ineffektiv Bewertet wurden.





Es klopfte erneut an der Tür. Ich deaktivierte das Terminal und stand diesmal persönlich auf um die Tür zu öffnen. Der Leutnant stand wie befohlen mit einem Glas Cognac vor der Tür. Ich nahm ihm es gleich ab, so das er nicht mal in die Verlegenheit kommen würde nur in die Nähe des Terminals zu kommen. Wenn so eine Person Kenntnis von den brisanten Informationen erhalten würde müsste man diese auf der Stelle töten.
Ich setzte mich wieder auf den Stuhl und schwenkte das Glas leicht. Mir kam es einfach zu Verdächtig vor, das Operation Blacktrier nach so langer Zeit wieder aufgerollt wurde, kurz nach sich Project N145 bei der Operation Maelstorm als extrem Gefährlich erwies.
Das ganze trug die Handschrift einer anderen Behörde, ich wurde einfach den Gedanken nicht los das die imperiale Geheimpolizei ihre Finger mit im Spiel hatte.
Ich lehnte mich in den bequemen Stuhl zurück und schwenkte das Cognac Glas erneut um darüber Nachzudenken.
Der imperiale Sternenzerstörer Vengeance bahnte sich zeitgleich seinen Weg durch die ewige Finsternis des Weltraums und vermittelte mit seiner bloßen Anwesenheit, die imperiale Ordnung an allen Welten und Planeten die er passierte.
 

Wargasm

Routinier
D R E I


»Die Unreinheit ihres Äußeren ist nichts verglichen mit der Unreinheit ihrer Herzen. Sie besitzen nur eine Eigenschaft, mit der wir uns befassen müssen - ihre unsterbliche Geringschätzung des Imperiums. Es ist unsere Aufgabe, die Rebellion, die sie predigen zu ersticken. Und der einzig sichere Weg dies zu bewerkstelligen besteht darin, sie vollständig auszulöschen.
Es gibt nichts im arkanen und blasphemischen Arsenal der Rebellion, das sich mit der imperialen Inquisition messen könnte. Mit der Macht werden unsere Klingen zu leuchtenden Instrumenten der Erlösung, die selbst den mächtigsten Jedi erschlagen können. Mit der Macht erscheinen unsere Geister den Jedi als Splitter reinster Agonie, die sich in diejenigen bohren, die es wagen sich uns entgegenzustellen. Mit der Macht werden unsere Worte zu Befehlen durch die, die Jedi in Schrecken zurückweichen. Ich könnte dem Feind unbewaffnet entgegentreten, ohne auch nur eine Spur der Furcht in meinem Herzen, denn ich weiß, das der Imperator über mich wacht und meine Hand führt. Also lasst sie kommen. Wir werden ihnen zeigen, man mit der Macht alles erreichen kann.«

- 1st Black Titanlegion, Imperiale Inquisition






Zuversicht
Neue Möglichkeiten
Die Gleichgültigkeit der Dunkelheit


Ich schritt aus dem Außenposten der Inquisition heraus. Es ist inzwischen Nacht geworden. Auf Yavin 4 fangen Nachts die Grillen immer an zu zirpen.
Ich empfand dieses Geräusch und die leichte warme Brise die um mein Kopf wehte als sehr angenehm, endlich einmal ein Ort der nicht so kalt ist wie Prakith im Winter. Außerdem erquickte mich die Tatsache, dass im Moment alles nach meinem Plan läuft. Ich nahm die Ampulle mit Blut, welches von Ten Partoran stammte in die Hand, sie war leichter als ich dachte. Als ich Project Ceta, wie hieß er doch gleich mit bürgerlichem Namen... Runar Kari, auf Project TEN ansetzte, hatte ich nicht gedacht das er sie so schnell auffinden würde.
Ich lief ein paar Schritte vom Eingang, wenn man das überhaupt so bezeichnen durfte, des Außenpostens weg um auf freies Gelände zu gelangen. Hier hatte das Shuttle genug Platz zum landen. Der Anblick dieses klaren nächtlichen Sternenhimmels, das unterschwellige zirpen der Grillen, diese leichte warme Sommerbrise. Das Gefühl dabei war fast so schön wie das Verbrennen eines verdorbenen Jedi.
Ich nahm nur zögerlich mein Comlink hervor um dem Shuttlepiloten die Koordinaten zu schicken. Zwei Minuten später brach die Wolkendecke auseinander und ein imperiales Shuttle der Lambda Klasse bannte sich seinen Weg durch den nächtlichen Himmel von Yavin 4.
Ich nahm eine Magnesiumfackel die gleichzeitig eine beachtliche Menge Rauch erzeugte und schmiss sich auf die Mitte des Feldes, welches durch den Feuerausstoß der Fackel, rot erhellt wurde.
Das Shuttle setzte mit einem leichten Donnern über der durch die Fackel markierten Landestelle, auf der Planetenoberfläche auf. Die Triebwerke verbrannten das umliegende Gras bevor sie erloschen.
Mit einem leichten Zischen öffnete sich die Hauptrampe und ich verstaute die Blutampulle wieder und ging die Rampe empor.
Ich wies den Piloten an mich zum, im Orbit liegendem Sternenzerstörer zu bringen. Er folgte meinem Befehl sofort und aktivierte die Triebwerke wieder. Diese heulte ächzend unter dem Gewicht des Shuttles auf und verbrannten gleichzeitig die restlichen Grashalme welche noch standen.
Das Lambda Shuttle erhob sich langsam in den Himmel und ich aktivierte das Terminal um auf die Datenbank der Inquisition zugreifen zu können.
Es wurde Zeit das ganze zu beenden und es zu versiegeln. Operation Blacktrier hatte für mich seinen Zweck erfüllt, vorerst.





»Man kann nicht auf das Schicksal eines einzigen Lebens Rücksicht nehmen, oder zehn, oder hunderter, oder tausender. Milliarden mögen durch unsere Taten hier leben oder sterben und wir haben nicht den Luxus, die Verluste zu zählen. Also, Schlag rasch und plötzlich zu. Greif ohne Vorwarnung an. Bedenke stets: Eine Schlacht ist leicht zu gewinnen, wenn dein Gegner nicht weiß, dass er kämpft.
Stell dich der Wahrheit unerschrocken und ohne von deiner Pflicht abzulassen: unsere Feinde sind nicht unsterblich. Auch wenn jene, verdorbene die sich Jedi nennen mächtig sind, solange sie Atmen kann man sie töten. Gnade ist für ihresgleichen ein Trugbild. Selbsttäuschung ihr einziger Verbündeter. Weihe diese Waffe, in deine Hand gegeben auf das Geheiß des Imperators, ihrer Vernichtung. Betrachte ihre Funktion als deine einzige Pflicht: du lebst nur dafür, das reinigende Feuer zu bringen. Nimm deine Autorität und Sorgfalt, deine Rüstung und Blaster, und zieh hinaus.«

- Inquisitor Threadstone zu Project Ceta


Ich deaktivierte das Terminal wieder, damit war der administrative Teil abgeschlossen.
Dieser Runar Kari hatte mir Ten Partoran doch schneller gebracht als ich zuerst dachte, das war gut. Damit bestünde eine reelle Chance den Maelstorm Generator doch noch für meine Zwecke einzusetzen. Hauptsache ich kann N145 ersetzen... ich traue diesem Wesen auf garkeinem Fall, es ist einfach nicht kontrollierbar und das ist gefährlich.
Wir hatten Partoran jetzt drei Tage in Gewahrsam und als ich sie das letzte mal aufsuchte, war sie erstaunlich offen und vertraut mir gegenüber. Das hatte sie letztendlich Verraten. Kein Machtsensitiver ist am Anfang so introvertiert und baut eine Barriere auf, um sich dann keine Fünfzig Stunden später, so vollkommen der imperialen Ordnung hinzugeben.
Ich hatte sie von Anfang an durchschaut und sie glauben lassen ich würde auf ihr Spielchen eingehen. Project TEN ist einfach so extrem Erschaffen das es keinen Sinn machen würde, zu versuchen, es zu Kontrollieren. Sie ist einfach durch die Helle Seite schon zu sehr verdorben. Aber ich habe was ich wollte, ihre DNA in einem Moment in dem sie mir vollkommen Vertaute ohne ihre schützende Barriere aufzubauen. Somit ist die DNA in ihrer Blutprobe völlig unverfälscht und rein.
Es hätte nichts gebracht zu versuchen, sie für unsere Zwecke zu gewinnen. Der Unterschied zwischen Häresie und ihr, ist nur ihre Ignoranz.
Ich beschloss dem ganzen ein Ende zu setzten, in dem ich ihr Befahl ihren eigenen Mann zu töten. Das sie den Befehl niemals ausführen würde, war mir von Anfang an klar. Also schickte ich Project Ceta mit, um sie zu überwachen und beim geringsten Anzeichen von Verrat sofort zu töten.
Auch Project Ceta wird mit der Zeit unkontrollierbar und damit gefährlich. Mit ein wenig Glück erledigen sich beiden Probleme nun von allein.
Selbst wenn Partoran, Project Ceta überlegen ist und ihn gefangen nimmt, wird er sich irgendwie befreien können und für ihn ist es dann gänzlich Verrat. Die Belohnung für Verrat ist Vergeltung.
Wenn die DNA in der Blutprobe rein genug ist, klone ich mir mein eigenes Subjekt, welches ich dann selbst gestallte um an den Maelstorm Generator zu gelangen.
Die beiden Projekte von Operation Blacktrier erledigen sich schon von selbst, wenn nicht werde ich einfach etwas nachhelfen. So oder so, ich gewinne.
Das Shuttle durchbrach nun die letzte atmosphärische Schicht und über uns ergoss sich die unglaubliche Weite des stellaren Weltraums. Ich wies den Piloten an die neuen Koordinaten anzufliegen und direkt auf der Executor zu landen. Die Executor ein wahrlich imposantes Schiff, ein Star Dreadnaught mit über neunzehn Kilometern Länge.
Ich lehnte mich zurück und genoss den Anblick geballter imperialer Ordnung und militärischer Macht, durch die Fenster des Shuttels.
 

Wargasm

Routinier
V I E R



»Seht auf dieses Schwert, das ich hier vor mir halte, denn es ist weit mehr als nur eine Waffe. Er ist ein Symbol imperialer Gerechtigkeit, das die verdorbenen Feinde unseres Imperiums zerschmettert, wo auch immer sie sich befinden mögen - so wie ich. Obwohl es einen starken Jedi zurück in die Hölle sandte, aus der er kam, ist es absolut rein - so wie ich.
Weiterhin ist es das Symbol meiner Abteilung und meines Ranges, der Autorität, die mir vom Willen des Imperators verliehen wurde. Durch diese Autorität befehle ich Euch und Eurer gesamten Legion mir zu dienen, ohne zu fragen und ohne zu zögern. Rückt vor, oder es wird kein rebellisches Blut sein, das heute Nacht mein Schwert beflecken wird!«

- Grand Inquisitor Hydra bei einer Ansprache an Colonel Mololist von der 435th Stormtrooper Legion





Zurück zur Hölle
Geschwüre der Macht
Schadensbegrenzung


L221P4. Ein Abscheulicher Planet, hier hatte alles Angefangen. Hier wurde bereits vor einem halben Jahr von einem Inquisitionstrupp, jenes Wesen entdeckt welches nun als Project N145 bekannt ist. Diese Entdeckung hatte er mit seinem Leben bezahlt. Aber nicht nur dieses Wesen war es, sondern der gesamte Planet war davon betroffen. Er war betroffen von den schrecklichsten Auswüchsen, den bösartigsten Geschwüren der Macht, die man sich kaum vorstellen kann. Die imperiale Geheimpolizei hatte mir, zu dem letzten Vorfall alle ihre, mit der höchsten Geheimhaltungsstufe versehenen, Berichte zu Verfügung gestellt. Ich musste beim lesen ständig den Kopf schütteln. Es grenzte an ein Wunder das, dass Expeditionary Team da lebend wieder raus gekommen ist.
Ich habe die Executor vor einer Woche verlassen als sie sich am festgelegten Rendezvouspunkt im Outer Rim mit dem imperiale Sternenzerstörer Vengeance traf. Diese hatte von der Inquisition den Auftrag bekommen mich und einen Terminatortrupp Inquisitions Darktrooper, die sich selbst den Namen Wolfpack gaben, zu L221P4 in den Unbekannten Regionen zu bringen. Wir sollten uns dort Umsehen und im Zweifelsfall alles Vernichten was Verdorben oder Unrein war. Ich nahm das schlimmste an und Befahl dem Kommandierenden Kapitän, Admiral Mordon schon mal die Bordgeschütze des Schiffe zu justieren für ein orbitales Bombardement. Letztes mal wurde ein Orbitalschlag von einer viel höheren Stelle vereitelt, dieser Fehler wird nicht noch einmal passieren. Obwohl ein Sternzerstörer eine beeindruckende Feuerkraft besaß, reichte diese jedoch nicht aus um einen ganzen Planeten zu Exterminieren. Aus diesem Grund wurde mir von der Inquisition noch anderes tödliches Werkzeug zu Verfügung gestellt, eine nukleare Anti-Materie Bombe. Ein Gefechtskopf mit über einer Gigatonne Sprengkraft. Damit konnte man einen Planeten pulverisieren und seine Trümmer aus der Umlaufbahn pusten.
Das Dropship hatte seine Andockklammern zur Vengeance gelöst und wir Schossen mit einer unglaublichen Geschwindigkeit auf die Oberfläche des Planeten zu. Ich saß zusammen mit dem Wolfpack Terminatortrupp im hinteren Kampfraum. Mir hatten sich alle Eingeweide zusammengezogen und mein Puls schoss auf ungesunde Werte, als das Dropship durch die Atmosphäre donnerte. Die Darktrooper ließ das alles kalt zu lassen, sie Scherzten nur ab und an durch ihr Comlink.
»Wir sitzen hier um Fahrstuhl zur Hölle, es geht nur noch abwärts.« Damit hatte er sogar unabsichtlich Recht, obwohl sicher was anderes gemeint war.
Unter einem bleiernen, rostigen Himmel senkte sich eine tiefe dichte Wolkendecke, die plötzlich aufriss als das Dropship hindurch schoss.
Wir befanden uns in der Endphase des Anfluges. Das Wolfpack nahm gleichzeitige ihre neuen Gewehre und überprüfte die Magazine. Die Inquisition hatte uns dafür mit neuem Spielzeug ausgestattet, das sich noch in der Erprobung befand. Imperiale Schwere Repeater, Projektilwaffen. Sie wurden entwickelt, weil sie sehr effektiv gegen Jedi waren, gerade im Schnellfeuer oder Feuerstoß. Selbst mit einem Lichtschwert konnte man die Masse an Projektilen nicht alle gleichzeitig blocken. Ich dachte beim betrachten darüber nach.
Keine andere Spezialeinheit trägt so eine Großkalibrige Waffe. Es gibt bereits Geschichten über diese Waffe, das sie tausende von Patronen verschießt und tausende Feinde tötet. Darum tragen wir diese Waffe, um den Feind zu vernichten, um einen Berg von Metall zu verschießen und damit unsere Rechte deutlich zu machen.
Ich zog ebenfalls meinen Repeater, er war gleicher Bauart aber als Pistole konstruiert. Weniger Patronen, dafür aber kleiner und handlicher. Ich entnahm das Magazin und überprüfte die Munition. Neuste Kernlose Explosivpatronen, mit dem passenden Namen Höllenfeuergeschosse. Diese sind mit Säure angereichert und gegen jedes bekannte Lebewesen effektiv. Sie fressen sich gleichermaßen durch Panzerung und Fleisch. Ich lud das Magazin wieder und eine kurzes piepen sowie eine Kontrollleuchte die grünfarben leuchtete signalisierte mir das die Waffe nun Bereit war, ihre todbringende Munition zu verteilen.
Das Dropship ging in den Landeanflug, auf einem niedrigen Plateau, wo der schwarze Kies und Granit mit gelblichen Flechten überzogen war. Ein paar vereinzelte Bäume, kleine, nicht ausgewachsene Gebilde, huschten über die flache Spitze der Erhebung. Mitten auf dem Plateau stand ein Markierungspfeiler aus Beton und erinnerte an den ursprünglichen Landeplatz der ersten Siedler. Niemand hatte mehr was von ihnen gehört oder gesehen. Das Dropship setzte neben dem Pfeiler, dessen Inschrift schon beinahe geglättet war auf. Im Westen erschloss sich uns eine große Gebirgskette schwarzer Granithügel und viele Kilometer Dornenwald bis nah zu unserem Landeplatz. Grummelnde, feuergedeckte Vulkane, weit entfernt, die den Himmel mit Fäden aus schwefelbraunem Rauch verrußten.
Ansonsten nur zerklüftetes Ödland. Die Luft war dunkel und giftig, wir benutzten Atemmasken.
Ich merkte ein beklemmendes Gefühl, an diesem Ort oder gar auf diesem Planeten war die Macht sehr stark. Ich schloss die Augen, obwohl ich die Umgebung immer noch sehen konnte. Was ich sah war eine Visualisierung der Macht, alles leuchtete Hellblau von innen. Die Dimensionen veränderten sich ein wenig, alles wölbte und streckte sich, als hätte es Schwierigkeiten den Zusammenhalt zu wahren. Das war nicht normal.
Dann plötzlich durchfuhr es mich wie ein Stich. Eine kalte, dichter pochende Spur wie ein lichtloser kollabierender Stern. Begleitet von Restqualen toter Lebewesen, umflattert wie von schwarzen Vögeln. Ihr flehentlicher psychischer Lärm hallte durch meine Gedanken, raubte meine ganze Kraft. Millionen toter Seelen hatten hier ihre Fingerabdrücke hinterlassen. Es quoll an die Oberfläche und erfüllte meinen Kopf mit übelkeiteregenden, unerträglichem Hungergefühl. Es brach aus den Tiefen hervor, heulend und schmachtend, finstere Macht die hier fegte. Ich unterbrach die Verbindung und sackte keuchend zusammen.
Irgendetwas stimmte hier gewaltig nicht.
Das Plateau endete dreißig Meter von dem Aufsetzpunkt des Dropships und Nördlich erschloss sich ein kleines Siedlerhabitat.
Als wir die ersten Schritte darauf zu machten sahen wir es...
Zehntausende von Leichen, lagen zerfetzt im Ödland herum. Tausende von der Macht verdorbene deren Gliedmassen zu stumpfen aus zerrissenem Fleisch und zersplitterten Knochen abgeschliffen waren.
»Was ist das für ein Wahnsinn?« sagte einer der Darktrooper über Comlink und fuhr mit seinem Gewehr die Umgebung sichernde herum.
Ich betrachtet ein paar von ihnen genauer. »Sie müssen sich gegenseitig abgeschlachtet haben, manche setzten ihren Mund ein, als ihre Gliedmaßen unbrauchbar waren.« sagte ich und ließ das leblose Stück Fleisch wieder auf den Boden fallen. Es war ein Großteil der ersten Siedler die hier lagen. Deswegen konnten sie nicht auf die Comlink Rufe der vergangen Monate antworten.
Wir führen Krieg in einem Leichenhaus.
 
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Wargasm

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»Hundert Soldaten mögen sterben um einen einzelnen Feind zu töten, wenn das Glück gegen sie ist. Eine Million Soldaten mögen sterben um eine einzelne Stadt zu erobern, während sich hunderte solcher Armeen über die Oberfläche eines Planeten kämpfen und winden um nur einen winzigen Teil seiner Gebiete zu kontrollieren oder zu beanspruchen. Und dennoch reicht, wenn die Zeit gekommen ist, ein einziger Todesstern aus um all das mit einem Befehl bedeutungslos zu machen. Das, meine Herren, ist imperiale Stärke.«
- Inquisitor Drayneen bei einer geheimen Sitzung, über die Zerstörung Alderaans






Die Nacht brach an wie ein alles erstickendes Leichentuch. Die Luft war von der bedrückenden Stille eines Mausoleums erfüllt. Endloser Nebel als wäre man in Pelze eingepackt, schluckte jeden Schal. »Achtung! Bereithalten!« rief ich dem Darktrooper Terminatortrupp zu. Meine Stimme war der einzigste Laut.
Zuerst waren es nur Erschütterung, ein sachtes Erzittern des Bodens.
Dann blitzte plötzlich auf den Bewegungssensoren aller Darktrooper der Annährungsalarm auf.
Wir hörten etwas draußen im Nebel. Metall wetzte über Gestein und Fels, Stahl schlug funken an Stein. Der Lärm wurde immer lauter und lauter. Das Wolfpack riss gleichzeitig die Waffen nach oben und entsicherte diese. Das schabende Geräusch von Metall auf Stein nährte sich.
Der Dunst enthüllte sie wie ein Geheimnis. Hunderte von der Macht verdorbene Mutanten. Teils biogene teils kybernetische Maschinen. Der Horizont war eine Mauer aus metallischer und schwarzgrüner Haut. Allen voran einer, der einen Fächer aus mit Schädeln bestückten Lanzen auf dem Rücken trug, eine Art Anführer. Der Wind drehte und der ranzige Gestank ihrer Bösartigkeit erfüllte die Luft. Ich glaubte nicht das sie Angst empfinden konnten. Aber ab dem heutigen Tage würden wir ihnen das schrille Kreischen der Furcht lehren. Der Anführer rannte auf mich zu und Schrie. Für einen kurzen Moment fühlte ich Beklemmung. Dann war es vorbei, mein Geist war frei. Es ist eine Offenbarung der Inquisition. Endlose Prüfungen und ein Drill der manch anderen den Verstand gekostet hätte. Es ging hier nicht um hohle Akte der Routine und des Dienstes. Wir sind Werkzeuge des Imperators. Ich bin eine Waffe seines gerechten Zorns.
Ich rammte dem Mutanten die Mündung meiner Pistole, in seinen weit aufgerissenen Mund. Ich rammte ihm die Waffe so fest hinein, dass ihm der Abzugsbügel die Vorderzähne aus dem Unterkiefer brach. Dann drückte ich ab. Nachdem das Höllenfeuergeschoss seinen Schädel geleert und obendrein zerschmettert hatte, blieb dem Geschoss noch genug Energie, um seine Hirnmasse in der Luft zu verteilen. Einen Augenblick später feuerten die Darktrooper und verteilten ihre zerstörerische Munition in den Reihen der Mutanten. Das Dropship war bereits gestartet und schwebte nun über uns. Die Geschütztürme an den Enden der Stummelflügel drehten sich und bestrichen das Plateau mit vernichtendem Feuer. Gestein zersplitterte. Leiber wurden zerfetzt.
Wir erwachten, unsere Kriegsfanfaren waren erklungen. Die Zeit war gekommen, sich an Zorn und Zerstörung zu laben. Wo Chaos, Feuer und Krieg herrschte waren nun wir.
Ich befahl dem Admiral unsere Stellung mit einem Orbitalschlag zu belegen. Wenige Sekunden später, sprachen die achtfachen Barbette Turbolasergeschütze des Sternenzerstörers und vernichten alles auf das sie trafen. Sie fielen wie eine Welle des gerechten Zorns über die Oberfläche des Planeten. Sie kamen wie auf einem Blitz herangeritten in Tränen des Imperators. Eine zermürbende Ouvertüre schwerer Geschütze.
Das Dropship schwebte einen Meter über dem Boden und ich schwang mich auf die Plattform. Einige des Darktrooper Terminatortrupps schafften es nicht, sie waren schon zu tiefe in den Reihen der tollwütigen Hunde des Krieges gefangen. Ihre Zahl nahm stetig ab, einer nach dem anderen bezahlte den Preis. Ich klagte nicht, sie werden in Verzückung zur Rechten des Imperators wohnen. Manchmal müssen die Besten untergehen, damit der Rest überlebt. Der Lohn des Mutes ist, auf dem Altar der Schlacht geopfert zu werden.
Das Dropship startete und die schweren Turbolasergeschütze des Sternzerstörers schwiegen. Mir reichte es, ich zog mich zum Waffenterminal um den nuklearen Antimaterie Gefechtskopf freizulassen. Das Terminal verlangte nach dem Freischaltungscode. Ich zückte meine Inquisitionsmarke, die mehr als nur ein Amtsabzeichen war. Ein Druck meines Daumens ließ den Mikroschlüssel aus der Versenkung gleiten. Dieser funktionierte ähnlich einem Codezylinder. Ich schob ihn in die Terminalbuchse und er stellte Kontakt her. Nach dem die Sicherheitsroutine überschrieben war und die Bombe scharf war, musste sie nurnoch gelöst werden.
Ich zögerte. Einst waren sie Menschen, vielleicht sogar Verbündete. Aber sie wurden vor geraumer Zeit durch die Geschwüre der Macht in das verwandelt was sie heute sind. Mutierte Monstrositäten, Bastarde des Vergessenes. Für sie gibt es keine imperiale Gnade. Sondern nur Tod und Verdammnis.
Ich drückte auf »Ausführen« und entschied damit den Exterminatus des Planeten.
Das Dropship durchbrach gerade die oberste Atmosphärenschicht, als der nukleare Antimaterie Gefechtskopf sich zeitgleich löste und zur Oberfläche des Planeten raste. Zermürbende zwanzig Sekunden später explodierte die Bombe in einer niedrigen Luftdetonation. Für einige Sekunden Bestand alles nur aus gleißend hellem Licht und schmerzhaften Lärm. Ich konnte die Wucht der Detonation sogar bis in meine Backenzähne spüren.
Der Planet brach in verschieden große Trümmer, die anschließend auseinander gerissen wurde. Alles ging in einem nuklearen Höllenfeuer unter.
Man sagt ein Glaube kann Berge versetzen, diese Waffe schafft das mit ganzen Planeten. Die Vengeance hatte bereits die Umlaufbahn verlassen und hielt sich in sicherer Entfernung auf. Das Dropship wurde nochmal von einer Druckwelle erfasst und kurz mitgerissen, als es in Richtung des Sternzerstörers donnerte. Ich sah aus dem Fenster wie immer noch Trümmerteile an uns vorbei schossen. Nach einigen Minuten waren wir aus dem Gefahrenbereich entfernt, ich atmete durch und legte zerstörte Teile meiner Servorüstung auf den Boden.
So sah Schadensbegrenzung aus.
Schadensbegrenzung der imperialen Inquisition.
 
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Wargasm

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F Ü N F​



»So groß ist das Unheil in diesen Zeiten und so stark die unverbesserliche Boshaftigkeit der Jedi, dass nichts in unserem Glaubensbekenntnis so klar, nichts so sicher niedergelegt ist, dass sie es, angestachelt vom Feind des Imperiums, nicht durch ihre Art von Makel verdorben hätten.
Aus diesem Grund hat es sich die Imperiale Inquisition zu ihrer Vornehmlichsten Aufgabe gemacht, die grundlegenden Verfehlungen der Jedi unserer Zeit zu verdammen und sie restlos zu vernichten, sowie die Wahre Imperiale Ordnung zu verkünden und zu lehren.
So preiset den Imperator für sein Opfer, wie er sollen auch wir erdulden. Wir, die wir die Jedi jagen, werden in seinem Namen ewig wirken. Wir sind die Unsterblichen Wächter, kein Geheimnis soll uns verborgen sein. Auch wenn zahllose Gefahren auf uns lauern, unsere Klingen sind jederzeit bereit. Denn wir sind der schützende Schild des Imperiums, die Hüter der menschlichen Rasse und das Schwert des Imperators!
«
- Auszug aus den Imperialen Doktrinen der Inquisition





Berichte
Vorgesetze
Die eigentliche Angelegenheit


Ich ging im Frachtraum des Lambda Shuttles unruhig auf und ab. Wir Verliesen grade die Atmosphäre von Naboo und steuerten geradewegs auf dessen Orbit zu. Ich sollte mich einige Tage auf dem Planeten aufhalten um mich zu Erhohlen, wie sie es sagten. Aber weder der befohlene Urlaub noch die Behandlung, in der Spezialklinik für Brandopfer, auf Coruscant konnten meinen Zorn mildern. Ich bewegt meinen kybernetischen Cyberarm auf und ab. Die Ärzte hatten ihn mir montieren müssen, nachdem mein biologischer durch die Wucht der Detonation zu stark zerfetzt war, um ihn retten zu können. Es war nicht der Zorn über meinen Zustand, aber über meinen Verstand und meine fahrlässige Entscheidung. Das sich Ketzer und Häretiker nur heimtückischer und hinterlistiger Aktionen behelfen, wusste ich. Nur war ich in dem entscheidenden Moment nicht Herr meiner Sinne. Wahrscheinlich wegen ihr.
Ich ging ins Cockpit um über die aktuelle Lage informiert zu werden. »Hier scheint ein ganz schön großes Aufgebot zu sein.« Meldetet mir der Pilot und wandte seinen Kopf wieder nach vorne. Er hatte Recht.
Elf imperiale Großkampfschiffe lagen im Orbit von Naboo vor Gravanker, sechs schwere Fregatten in der Vorhut mit Jagdschutz in Formation. Hinter dieser Speerspitze befanden sich die beiden Sternzerstörer Adjudicator und Conquest mit Gleitbooten, die nur so vor Bewaffnung strotzten. Die Nachhut bildete ein ominöses Kreuzer Trio, drei gefürchtete schwarze Schiffe der Inquisition.
Ich erkannte sie, es waren die schweren Zerstörer Soulstorm und Faith & Fire, sowie der Flottenkreuzer St. Imperialis . Wir wechselten Begrüßungen und identifizierten uns auf verschlüsselten Ruffrequenzen mit der St. Imperialis. Anschließend wurden wir von einer Ehrengarde aus Jägern in die Mitte der Flotte eskortiert. Später ließ ich das Lambda Shuttle auf dem Flottenkreuzer landen. Man erwartete dort schon meinen Bericht.
Ich ging alleine durch die hallenden Gewölbe des Andockschleusenraums der St. Imperialis , für ein Schiff war dies ein sehr großer und beeindruckender Raum. Ein paar duzend Meter weiter wartete bereits ein Trupp der inquisitorischen Flottensicherheit in schwarzen Rüstungen mit reichlich Roten Verzierungen. Sie begrüssten mich mit einem Salut und wir gingen zu den Aufzügen der uns zu den Kommandoebenen brachte.
High Inquisitor Adalric Cessius Brandl saß auf einem Marmorthorn am anderen Ende eines kapellenartigen Audienzsaal zwei Decks unter der Hauptbrücke der St. Imperialis . Ich war ihm zuvor erst zweimal begegnet und fühlte mich dadurch nicht selbstsicherer.
Er trug schlichte rote Gewänder über seiner schwarzen Kleidung, Handschuhe und keinen sichtbaren Schmuck außer seinem Amtssiegelring. Die asketische Schlichtheit der Kleidung schien seine Autorität zu unterstreichen. Die weisen und tiefliegenden Augen, seines aristokratischen Schädels, funkelten Intelligenz.
Er war von seinem Gefolge umgeben. Zehn inquisitorische Novizen im niedrigen Rang, standen Rechts und Links des Saales Spalier und hielten Banner des Imperiums in die Höhe. Flankiert wurde der Thron von vier Leibwächtern in roten Umhängen mit Zweihänder Vibroschwertern, die sie steif aufrecht vor dem Gesicht in die Höhe hielten. Eine Schar dunkel berobter Gelehrter wartete in der Nähe und ein duzend Droiden kreisten auf Antigrav Platten herum.
»Treten sie näher, Threadstone. Ihr seht ganz schön... 'demoliert' aus.« sagte High Inquisitor Brandl, dessen leise Stimme mühelos durch den Saal drang. Rechts nebem ihm nahm ein Riese in schwarzer Servorüstung seinen Platz ein, ein Darktrooper vom Orden des Wolfpack, einer hingebungsvollen Einheit der imperialen Inquisition. Die sogar nach Maßstäben des gesegneten Stormtrooper Corps obskur und prätorianisch war. Die Droiden brachten mir einen Stuhl und ich nahm meinen Platz gegenüber dem High Inquisitor ein. Die zehn Novizen ließen die schweren Banner zeitgleich auf dem polierten Marmorboden aufsetzten.
»Wir haben ihre Vorabberichte gelesen, Bruder Threadstone. Sehr abenteuerlich und von großer Bedeutung.« High Inquisitor Brandl ließ sich das letzte Wort förmlich auf der Zunge zergehen. »Sie haben den Planeten L221P4 gesprengt und somit den ketzerischen Mutanten Einhalt geboten, ich kann also weitermelden das Operation Blackwater endgültig beendet wurde?« Er sah mich fragend an und ich nickte.
»Gewiss, High Inquisitor es ist vollbracht, wir mussten sie von den Sternen tilgen bevor sie es mit uns tun.«
Der Darktrooper Captain nahm nun seinen Helm ab und legte ihn neben sich, wodurch er ein blasses Gesicht mit eckigen Kiefer und kurzen grauen Haaren enthüllte. Der dünne Mund war zu einem grimmigen Strich verzogen.
High Inquisitor Brandl schaute nochmals auf ein, in die Armlehnen des Throns integriertes, Datapad und blickte mich anschließend ernst an. Die Aura die er dabei verströmte erinnerte mich an einen Kriegermönch längst vergangener Tage. »Der Ketzer Vosim, den sie erwähnten, er hat ihnen diese Verletzungen zugefügt und notwendige Kybernetik beschert?«
Eine R2 Einheit betrat den Raum und brachte uns Gläser mit einer seltenen Art corellianischem Ale, welcher in Holzfässern gereift war. Ich beachtete sie nicht weiter.
»Ja, das stimmt High Inquisitor, aber Lieber ein verstümmelter Körper als ein verdorbener Geist.«
Einen Wimpernschlag lang, sah er mich verdutzt an und nickt dann aber beipflichtend.
»Der Imperator beurteilt dich nicht nach deinen Orden und Diplomen, sondern nach deinen Narben.« sagte er ruhig und gelassen.
»Der Ketzer Vosim war einst selbst in unseren Diensten, dass macht seinen Verrat nur noch boshafter. Was habt ihr in dieser Angelegenheit entschie...«
Ich fiel ihm ins Wort um sofort, weil ich es kaum abwarten konnte, mein Urteil vorzutragen.
»Atic Vosim habe ich für seine Verbrechen, in Treue zum Imperator, unserem unsterblichen Herren und bei der Gnade des Imperiums, im Name der Titanlegion und der Inquisition für 'Excommunicate Haereticus' erklärt. Nun ist er für seine Häresie und den Verrat Verurteilt. Es sind keine weiteren Verhandlungen mehr nötig. Möge die imperiale Gerechtigkeit ihren Lauf nehmen. Der Imperator beschütze uns.«
High Inquisitor Brandl hob die Hand um meinen Redefluss zu unterbrechen und überlegte einen Augenblick lang.
»Dann wird er ab sofort gejagt und gerichtet werden, so wie es in den imperialen Doktrinen geschrieben steht... « fing er an.
»...So wird es geschehen.« beendete ich den Satz. »Nichts und niemand kann sich vor dem gerechten Zorn des Imperators verbergen.«
Der High Inquisitor nickte und lehnt sich in seinen Thron zurück. Er nahm das Glas mit dem corellianischem Ale in seine behandschuhte Hand und blickt mich eine Zeit lang ernst an. Mir kam es wie eine Ewigkeit vor in der er mich eingehend zu Mustern schien.
»Sie hätten es aber verhindern können.« sagte der er plötzlich und zeigte dabei auf meinen kybernetischen Arm.
»Lag es vielleicht an... ihr?«
Die Reaktion war unmittelbar. Stimmen erhoben sich voller Überraschung und Unglauben. Die versammelten Gefolgsleute, Novizen und Leibwächter um mich herum flüsterten oder schwatzten hektisch durcheinander.
Mir gefiel nicht wie er »ihr« betonte, weil ich genau wusste wen er damit meinte und sogar der grimmige Darktrooper Captian sah den Inquisitor fragend an. Ich leckte mir über die Lippen um eine Antwort zu Formulieren, wobei meine orangefarbenen Augen im Saal umherhuschten. Noch bevor ich antworten konnte, erhob sich High Inquisitor Brandl, um jedes Wort im Keim zu ersticken und die Unruhe legte sich sofort. Er wollte gar keine Antwort von mir hören, er kannte sie bereits.
»Nur in deinem tiefsten Inneren ruht die Wahrheit über das, was du sein kannst und ohne Zweifel, diese Wahrheit ist meist schwer zu ertragen.«
Der High Inquisitor setzte sich langsam wieder hin und prüfte in meinen Augen ob seine Worte gewirkt hatten.
Der Darktrooper Captian sah mich skeptisch an und zuckte bescheiden die Achseln. »Wenn sie Hilfe bei ihren Angelegenheiten brauchen, können sie auf mich und meine Kampftruppen zählen, Inquisitor Threadstone«
Ich nickte ihm zu und Versuchte aus der Situation noch etwas für meinen Vorteil herauszuschlagen.
»Die aktuelle Lage hat auch ihre Vorteile, der Ketzer Abschaum glaubt nun ich sei tot.«
High Inquisitor Adalric Cessius Brandl lehnte sich langsam zurück und schaute mich fest an. »Dann nutze diesen Umstand weise aus, Bruder Threadstone. Trage den Willen des Imperators als deine Fackeln und vertreibe mit ihr die Schatten.«
»Wie ihr Wünscht, Mylord.«
Die zehn Novizen erhoben Zeitgleich ihre Banner und ich stand auf.
»Der Imperator beschützt.« sagte ich mit einer leichten Verbeugung.
Der Darktrooper Captian hatte sich mir zu Ehren ebenfalls erhoben und nickt mir zu. »Euer Leben ist eure Ehre und euer Stolz. Lasst es euch von niemandem streitig machen!«
Ich ließ meinen Blick noch ein letztes Mal durch den prunkvollen Audienzsaal schweifen und marschierte anschließend zur Tür hinaus.
 

Wargasm

Routinier
S E C H S



»Das die Rasse der Menschen in allen Zeitaltern von Verrätern, Rebellen und Fanatikern heimgesucht wird ist selbsterklärend, aber in Wirklichkeit wird keine dieser Bösartigkeiten unser verderben sein.
Wenn das Ende naht, kommt es nicht durch die Hand eines sterblichen Wesens aus dieser oder einer anderen Welt: Der Tod kommt aus den Händen der Macht. Jenes, das unser Schicksal bestimmt, Äonen bevor wir aufrecht auf dem Antlitz von Coruscant standen und staunend in die sternenklare Nacht blickten.
«
- High Inquisitor Volytar





Recherchen
Bollwerk auf Nar Shaddaa
Alte Feinde, neue Freunde


Die Nacht wich langsam dem Tag und die stahlgraue Morgendämmerung über auf dem Mond Nar Shaddaa, wurde vom aufgehenden Rand einer brennenden tiefroten Sonne durchbrochen. Mein neuer Interrogator Ajan Sayn, ein hochgewachsener männlicher Zabrak von stattlicher Statur, saß am Steuer eines imperialen Jagdshuttels. Er steuerte das Schwerbewaffnete Raumboot gekonnt durch die Wolkenkratzer von New Vertica. Allmählich legte sich das Glühen der Morgensonne auf der Silhouette der Gebäude nieder und verlieh ihnen einen flimmernden roten Anstrich. Wir hielten den uns vorgegeben Anflugvektor ein und zogen eine leichte Schleife, um eins der höheren Gebäude, bevor wir uns dem ungewöhnlich schwer befestigten imperialen Kastell dieser Region nährten. Ajan schaltete den Komlink Transponder des Jagdshuttels ein und sendete den aktuellen Zugangscode an die Hauptwachtürme, als wir den Außenring Graben passierten. Trotzdem drehten sie die AT-AA Batterien und stationären planetaren Ionenkanonen und folgten uns mit ihren Geschützrohren.
»Keine Sorge«, sagte ich zu Ajan, als ich seinen Blick bemerkte. »Wir sind sicher, die sind hier nur sehr vorsichtig«. Schwer gepanzerte Tore schlossen sich hinter dem Jagdshuttle und wir folgten der Straße bis zum Kamm des massiven Bollwerkes.
Flutlichtscheinwerfer und Geschützstellungen standen auf dem Dach dieses bunkerartigen Bauwerkes und schmollten im Dämmerlicht. Wir flogen durch das große Haupttor und über die hydraulische Klappbrücke in die absichtlich gewunden Straßen des Kastells.
Ajan verlor an Höhe und Geschwindigkeit und flog das Hauptgebäude an. Der Transponder sendete wieder sein Signal ab, während uns die Geschütze in und auf den Mauern mit ihren Mündungen verfolgten. Das Jagdshuttle setzte auf dem Permabeton des Innenhofes auf, wo im Boden eingelassene Leitlichter ein blinkendes Kreuz bildeten.
Stormtrooper nährten sich dem Shuttle während wir ausstiegen und ich zeigte dem nächste mein Amtssiegel. Er knallte die Hacken zusammen und nickte.
»Ich möchte den kommandierenden Inquisitor sprechen.« sagte ich
»Ich informiere sie, sagte er und eilte davon.« Ich drehte mich zu Ajan um.
»Sie?!«
»Du wirst sie nicht mögen«, sagte Ajan.
»Warum?«
»Ach, glaub mir, Du wirst sie einfach nicht mögen.«

»Sie sind ganz schön früh dran«, sagte Inquisitor Lanu Pasiq, während sie ihre Holofeder wieder in das Energiefass aus Silber, auf ihrem übergroßen Mahagoniholz Tisch tunkte.«
»Ich habe viel zu tun heute«, erwiderte ich.
»Wie auch immer« schnauzte sie, erhob sich und strich die Vorderseite ihrer roten Robe glatt. Sie war eine kleine, attraktive, zierliche Frau jungen Alters. Die tiefschwarzen Haare waren streng zurückgekämmt und zusammengebunden, sie hatte typisch blasse Haut und ihre Augen waren ebenso dunkel wie die Nacht. Wir standen in ihrem Büro, einem achteckigen großen Raum mit dunklem Marmorboden und einem Wandteppich der sicher ein Vermögen gekostet hatte.
Sie kam hinter ihrem Schreibtisch hervor und verlagert das Gewicht vom einen auf das andere Bein.
»Also, weswegen sind sie hergekommen?« sagte sie und schaute dabei etwas genervt auf ihr Chronometer.
»Ich brauche, alle Informationen die sie über eine Clanführerin hier auf Nar Shaddaa haben.«
Sie zog eine ihrer dünnen, gezupften Aufgenbrauen hoch. »In Ordnung, kommen Sie - ins Archiv.«

Eine spärliche beleuchtete Treppe führte nach unten ins Kellerarchiv. Dieses war ein langer Raum, der nur durch die Lampen und Terminals auf der Doppelreihe der Schreibtische erhellt wurde.
»Licht!« fauchte Pasiq. Sofort schwebte ein Antigrav Droide neben ihre Schulter und schaltete seine Scheinwerfer ein.
»Nun, wen genau suchen sie, Inquisitor?« fragte sie mich anschließend.
»Die Person heißt Gi'yan Vale, und lebt oder lebte hier auf diesem Mond.«
Sie drehte sich zu ihrem Droiden. »Vale, Gi'yan - Finden.«
Der Droide bestätigte seinen erhaltenen Befehl, durch ein kurzes aber lautes piepsen und schwebte davon, um die Regale mit seinen Zwillingsspeeren aus Licht zu bestrahlen und abzusuchen.
Die Treppe knarrte kurz und eine weitere Person betrat das Archiv. Ein kräftiger, hagerer Mann Mitte vierzig der aussah, als hätte er persönlich gegen einen ketzerischen Jedi gekämpft. Er stellte sich als Colonel Ebbos vor und war freundlich aber argwöhnisch.
Das Imperium hat zwar in jeder Welt seinen Fuß in der Tür aber Nar Shaddaa ist der reinste Verbrechermond und wird von den Hutten regiert. Somit gibt es hier keine Polizei und infolgedessen steht der Mond unter permanentem Kriegsrecht. Falls mal eine Razzia erforderlich ist, wird diese von Ebbos und einigen seiner Imperial Commandos durchgeführt. Natürlich erst nachdem die Hutten mit Schmiergeld bezahlt wurden.
Der Droide blieb neun Reihen weiter stehen und umschwirrte ein Regal, das unter der Last von Datentafeln, Pads, staubigen Büchern und Aktenordnern ächzte.
Pasiq ging zu dem Droiden rüber und wir drei, folgten ihr anschließend mit etwas Abstand. Ihr Finger folgte dem Lichtstrahle des Droiden über ausgefranzte Rücken von Büchern und Akten, sowie kaum leserliche Kennzeichnungen von Datentafeln, alles fein säuberlich sortiert.
»Vale, Gilar... Vale, Tylyia... Vale, Onius... Hier, Hier ist es, Gi'yan Vale!«, sie zog ein Aktenordner, der einige Datentafeln enthielt und wischte ihn ab.
»Stellen sie ihn dahin zurück, wo er war, wenn sie fertig sind«, sagte sie, ließ ihn ihn meine Hände fallen und ging.
»Warten sie!«, rief ich hier hinterher.
Zwei nachdrückliche Stöße mit ihren hohen Absätzen ließen sie wieder zu mir herumfahren. »Was?!«
»Hier steht das Gi'yan Vale, vor neuneinhalb Jahren gestorben ist, das ist aber nicht korrekt.«
Sie kam wieder auf mich zu, auch Ajan und Ebbos kamen nun näher um in die Aufzeichnung zu schauen.
Ich ging die ersten Datenblätter durch. »Viele ihres Clans sind damals bei diversen Anschlägen umgekommen, aber nicht alle. Haben sie den Fall niemals untersucht?«
Sie lächelte mich an. Es war aber kein ermutigendes Lächeln.
»Wissen sie, Threadstone... ich habe mir immer eingebildet, dass reisende Inquisitoren wie Sie ein abenteuerliches Leben führen. Alles so erhebend, Heldentum und Reputation. Wenn ich mir vorstelle davon immer geträumt zu haben, einer der ihren zu sein. Sie haben keine Ahnung oder?!«
»Mit Verlaub, Frau Inquisitor... wovon?«
Sie zeigt auf den Aktenordner und die Datentafeln in meinen Händen
»Von dem Müll. Dem Unsinn. Ein Verbrecherclan hat einen anderen zerstört, na und. Warum sollte ich mir den Fall ansehen? Sie ist tot oder auch nicht, wen kümmert das schon? Ein Haufen Narren, die sich mit anderen Idioten angelegt haben. Du liebe Güte! Ich bin ja so erschrocken!... Haben sie eine Ahnung wie es hier zugeht?«
Sie machte eine Pause, ich gab den Ordner meinem Interrogator und verschränkte die Arme vor der Brust.
»Haben Sie? Das hier ist Nar Shaddaa, Sie Witzbold! Nar Shaddaa. Hier herrscht das reinste Chaos. Wir sind hier direkt im Herzen von allem verdorbenen. Verbrecher die von Verbrechern regiert werden. Hier ist so viel Böses am Werk das ich im Monat hunderter solcher Berichte bekomme. Hunderte! Dieser Mond bringt Übeltäter hervor, wie ein Teich Schlamm. Ich schlafe jede Nacht vielleicht drei Stunden. Mein Komlink summt und ich steh auf um mir das nächste Giftloch anzugucken, das die Commandos ausgehoben haben. Feuergefechte auf offener Straße! Ich komme mit dem Tagesgeschäft kaum mit, von den erledigten Fällen ganz zu schweigen. Das hier ist Nar Shaddaa, hier Gedeiht jeder Verräter und Ketzer, den man sich vorstellen kann. Hier verrichtet die Inquisition ihr blutiges Werk! Lenken sie mich nicht, mit Geschichten über verjährte Fälle, ab.«
Sie sah mich noch einen Moment lang zornig an, Ajan warf mir einen Ich hab dich gewarnt Blick zu und ich stand weiterhin, die Arme verschränkt vor ihr und verzog keine Miene.
Nur Colonel Ebbos, dessen makellose graue Offiziersuniform so scharf gestärkt und gebügelt war, dass man sich an den Falten hätte schneiden können, schaut sich in Ruhe die Aufzeichnungen an und ignorierte uns.
Pasiqs Blick entspannte sich und sie drehte sich und ging Richtung Ausgang.
»Lanu«, rief ich hier hinterher. Sie blieb stehen drehte sich aber nicht um. »Vale, hatte mal für uns gearbeitet, nachdem sie Angeblich für tot befunden wurde.«
»Du wirst das schon alleine schaffen, Cypheer« sagte sie resignierend und verschwand.
Ich drehte mich zu Ebbos um, dieser winkte aber ab. »Mit der Zeit gewöhnte man sich daran.« ich wusste nicht ob er Lanu Pasiqs Art meinte oder den Berg an Arbeit, aber ich hatte das Gefühl das jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist danach zu fragen.
»Ist es vielleicht möglich, das jemand die Akten manipuliert hat?
Er schaute mich verdutzt an. »Nein.«
»Warum nicht?«
»Weil so etwas nicht vorkommt. Das System lässt es nicht zu.«
Ich versuchte es trotzdem weiter.
»Gewiss gibt es bedauerliche Ausnahmen?«
Ebbos legte die Fingerspitzen zusammen. »Gar keine.« Er gab keinen Millimeter nach.
»Also gut«, versuchte ich es anders. »Was ist wenn falsche Tatsachen angenommen wurden und vergessen wurde diese zu korrigieren?«
Er seufzte leicht.
»Dann müssten Querverweise existieren, die es anderes Darlegen.«, sagte er und reichte mir den Ordner zurück.
»Dann werden wir mit allen Querverweisen bezüglich dieser Person anfangen.«
Er Colonel nickte und wies gleich drei Antigrav Droiden an, alle erdenklichen Unterlagen zu finden.

Wir arbeiteten bis Mitternacht weiter, in dieser Zeit lassen wir Akten mehrerer Hundert Personen und stellten Querverbindungen zwischen Duzenden Verbrechersyndikaten und Clans her.
Als ich mit Ajan wieder auf der Landeplattform stand, waren die Sterne herausgekommen und es war kalt. Nachtfalter umflatterten die Landelichter des wartenden Jagdshuttels.
Ich schaute kurz hoch in den Nachtblauen Himmel und blickte Ajan dann wieder an.
»Du hattest Unrecht«, sagte ich zu ihm
»Womit?«
»Ich mag sie.«
»Wirklich?«
»Es bereitet mir immer Freude Kollegen zu treffen, die ihre Arbeit gerecht und ernsthaft verrichten, auch wenn sich ihre Methoden von meinen unterscheiden. Es mangelt ihr an Geduld und ihre Schroffheit grenzt an Unhöflichkeit. Sie ist überarbeitet. Aber sie beurteilt Dinge nach Besten Wissen und Gewissen, hasst Schlampigkeit und nimmt die Bedrohung für unsere Gesellschaft vollkommen ernst. Meiner Ansicht nach, kann sich ein Inquisitor gar nicht anderes verhalten.«
Ajan hob eine Augenbraue. »Ha! Dieses abgebrühte Miststück?«
Ich grinste in an. »Tatsächlich mag ich sie, weil sie ein abgebrühtes Miststück ist.«
 

Wargasm

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S I E B E N



»Ich habe die Aufzeichnungen der Schwarzen Bibliothek gesehen, und ich habe mit den grauenhaften Hütern gesprochen, und doch werde ich dieses Wissen niemals enthüllen können, nicht einem Menschen und nicht einmal dem Imperator selbst, denn ich habe mich durch einen Schwur an Mächte gebunden, die jenseits jeder Vorstellungskraft liegen. Ich kann nur sagen, dass uns eine Zeit unvergleichlichen Entsetzens bevorsteht, eine Zeit, in der die Menschheit durch das Imperium allein nicht bestehen kann; und selbst im Bündnis mit der Macht, werden wir dem Verderben zwischen den Sternen nicht entgehen können.«
- Prophezeiung (Herkunft: Unbekannt), als Geheimsache eingestuft.





Erzketzer
Meer der Seelen
Auszug des Malleus Jedificorum


Notstandsverordnung der Großen Armee der Republik (GAR) schrieb:
Befehlseinweisung: Order 1- 150 BO (KS) 56-95

Order 66: Sollte der Fall eintreten, dass Jedi-Offiziere entgegen den Interessen der Republik handeln und konkrete, nachweislich vom Obersten Befehlshaber (Kanzler) kommende Order vorliegen, werden die Kommandeure der GAR diese Offiziere mit tödlicher Gewalt entfernen und das Kommando über die GAR geht zurück an den Obersten Befehlshaber (Kanzler), bis eine neue Kommandostruktur etabliert ist.



Inhalt dieser imperialen Doktrin gegen die Ketzerei der Jedi, mit der Approbation und dem Erlass der imperialen Inquisition zu Prakith, für den nachstehenden Traktat.
Sie beginnt im Namen des gesegneten Imperators selbst.


Apologia


Unter den Katastrophen des seinem Ende entgegeneilenden Zeitalters, von denen wir, oh Schmerz! sowohl lesen als sie auch allenthalben erleben, ist es vor allem die Rebellion, die durch die unabänderliche Verdammnis das Sturzes der Republik entfesselt, nicht aufhört, seit den Anfängen des Imperiums, welche der neue aufgehende Stern, der Imperator selbst, durch Besprengung mit seiner Macht fruchtbar machte, durch mannigfaltige Ansteckungen mit Irrlehren zu verpesten.
Doch versucht sie dies vor allem in einer Zeit, da der Abend der Galaxie sich zu Ende neigt und die Übel der Abhumanen überhand nehmen. Deshalb hat sie auch ein ungewohnt verwerfliches altes Vermächtnis im Acker des Imperiums emporwachsen lassen: Die Ketzerei der Jedi, bezeichnet durch die Rasse der Abhumanen und Xenophoben, sowie der Rebellion die sie predigen, wo man die Ketzerei vorzugsweise grassieren sieht.
Es ist schrecklich auszudenken, es ein unsäglicher Gräuel in den Augen des Imperators, es ist Gegenstand des Abscheus für alle Menschen.
Sie, die Jedi, unterwerfen sich einem Bündnis mit den Bösartigsten Geschwüren der Macht, der schrecklichsten Knechtschaft, um ihre verworfenen Begierden zu erfüllen.
Angesichts dieses Übels, hat es sich die imperiale Inquisition zu ihrer Vornehmlisten Aufgabe gemacht, die grundlegenden Verfehlungen der Jedi, unserer Zeit zu verdammen und sie restlos zu vernichten. Wir sind dabei zu der Meinung gelangt, es sei angemessen, vor allen anderen Mitteln dieses, unser Werk, auf unsere Schultern zu nehmen, in dem festen Vertrauen auf die Honigfließende Freigiebigkeit dessen, der allen im Überfluss gibt und der eine glühende Kohle vom Altar der Schlacht nimmt, und die Lippen der Unvollkommenen mit ihr berührt und reinigt, um alles zum erwünschten Ende zu bringen.
Die Ausführung dieser Doktrin Malleus Jedificorum, obliegt jenen, welche das strenge Tribunal zukommt, weil sie zur Bestrafung des Bösen, aber zum Ruhm der Guten vom Imperator eingesetzt sind, dem alle Ehre und aller Ruhm sei, in alle Ewigkeit.



Praeambulum


Lord Vader, Oberbefehlshaber der imperialen Streitkräfte, zur künftigen Beherzigung dieser Sache. Ad futuram rei memoriam - das die Macht des Imperators in unseren Zeiten, sich überall vermehrt und blühen werde. Und jegliche ketzerische Verworfenheit aus der Galaxie des Imperiums, weit hinaus verjagt werden möge, verkünden wir gerne und gestatten wir von neuem, die Maßnahmen dank welcher dieser unser frommer Wunsch den ersehnten Erfolg zeitigen möge. Nachdem alle Irrtümer der alten Republik, dank der Ausübung unseres Amtes
Gänzlich ausgerottet worden sind, soll der Eifer und die Ehrerbietung diesem Erlass gegenüber, sich im Herzen des Imperiums noch tiefer einprägen.
Jedoch scheuen in einigen Gegenden des Galaktischen Imperiums, angetrieben von dem dort vorherrschenden Irrglauben der Makelbehafteten alten Republik, etliche Kleriker und Laien, die mehr verstehen wollen als nötig ist, nicht davor zurück, hartnäckig zu versichern, dass in diesen Gegenden jene Geschwüre der Macht, nicht vorkommen. Deswegen bleiben in diesen wenigen Gegenden, Ausschreitungen und Verbrechen der verdorbenen Jedi, nicht ohne den offenkundigen Verlust der Wahrheit und zum Schaden für deren ewiges Heil, unbestraft.
Dies hat zur größten Ausbreitung der Jedi und zur Stärkung dieser Ketzerei geführt und so groß ist nun das Unheil in diesen Zeit und so stark die unverbesserliche Boshaftigkeit der Jedi. Deshalb hat die imperiale Inquisition in ihrem Willen, mit allen ihren Kräften allen Gefahren und Angriffen entgegenzutreten, weniger mit Begeisterung als vielmehr unter großen Mühen eine Doktrin zusammengestellt. In dieser waren sie nicht nur bestrebt, die Ignoranz zurückzuweisen, um das Imperium zu bewahren, sondern auch zwecks Vertilgung der Jedi, die gebührenden Regeln, wie man sie zu verurteilen und wie man sie zu bestrafen habe, gemäß Inhalt dieser imperialen Doktrin und den Vorschriften der imperialen Inquisition.
Daher wollen wir jegliche Hindernisse, durch welche die Amtshandlungen der Inquisitoren irgendwie behindert werden könnte, aus dem Weg räumen. Damit nicht die Pest der ketzerischen Verworfenheit und anderer derartiger Ausschreitungen, ihr Gift zum Verderben Unschuldiger verbreitet, werden wir durch die geeigneten Mittel, wie es unserem Amte bestimmt ist, dieser Häresie Einhalt gebieten.
So Verfügen wir und setzten hiermit, durch die imperiale Generalvollmacht, Kraft unseres Amtes fest, dass die Anklage, Verurteilung und Bestrafung dieser Ketzer, wegen aller imperialfeindlichen Bestrebungen und Verbrechen allemal durch das imperiale Inquisitorium und jenen Inquisitoren selbst, allen Orts erlaubt sei. Der Autorität aller Inquisitoren gewähren wir das Recht, dass sie gemeinsam oder ein jeder für sich, unter optionaler Hinzuziehung der Streitkräfte oder einer Behörde, gegen alle Personen, welchen Standes und Ranges auch immer, das Inquisitorenamt auszuüben und die Personen, die sie der Ketzerei wider des Imperators für schuldig befinden, zurechtzuweisen, zu inhaftieren und an Leib, Leben und Vermögen zu bestrafen, wie sie es verdienen.

Diese Doktrin soll Gültigkeit besitzen, ungeachtet alles Früheren und aller Entgegengesetzten imperialen Rechtsbestimmungen, Gesetze und Verordnungen. Infolge dessen, ist es keinem Wesen erlaubt, diese Urkunde unserer Bekanntgabe, Erweiterung, Bewilligung und Mandates zu entkräften oder sich ihm leichtfertig entgegenzustellen. Wenn jemand dies zu unternehmen sich anmaßen würde, soll er wissen, dass er den Zorn und Unwillen des gesegneten Imperators selbst und seines Repräsentanten auf sich ziehen wird.

So verkünden wir mit Stolz und voller Zuversicht, das der Galaktische Imperator selbst, der imperialen Inquisition, die Befugnisse übertragen hat, aus imperialer Autorität heraus über alle und jede Ketzereien zu inquirieren, zu bestimmen und zu richten, vornehmlich auch über die in jetziger Zeit in voller Kraft auftretende Ketzerei der Jedi, und zwar auf dem Gebiet der gesamten Galaxie. Gegen jene, mit aller Befugnis bis zur letzten Ausrottung vorzugehen nach dem Inhalt dieser imperialen Doktrin, die er richtig, vollständig, unbeschädigt und nicht makelhaft, sondern durchaus frei von allem Argwohn in seinen Händen hielt.



Debitus Iuciciarium


Das, was mehr Bezüge zum Bösen enthält, ist in höherem Grad Verwerflich und die Verfehlungen der Jedi sind von dieser Art. Denn sie können durch die Zulassung der Macht, jene sie missbrauchen, alles Böse an den Gütern der Galaxie und des Schicksals hervorbringen, wie es aus der imperialen Doktrin hervorgeleitet wird. Die Jedi und ihre Verbündeten, verstoßen in dem sie das tun, was in zweierlei Hinsicht schlecht ist, sowohl an sich, als auch weil es verboten ist.
Daher sind ihre Verfehlungen schwerer als andere Verbrechen. Ferner ist eine Verfehlung die aus einer bestimmten Bosheit begangen wird schwerer, als eine Verfehlung die aus Unwissenheit, begangen wird. Aber die Jedi missachten aus großer Bosheit, den Glauben an den Imperator und die Autorität des Imperiums, wie mehrere gestanden haben.
Dass die bösen Dinge, die von den Jedi verübt werden, alle anderen bösen Dinge, welche die Macht je geschehen lassen hat, übertreffen und zwar bezüglich aller Verfehlungen.
Daher das Übel dreifach ist, nämlich das der Schuld, der Strafe und des Schadens. So stehen die Schuld der Loyalität, die Strafe der Erbauung und der Schaden dem Nutzen entgegen.
Das die Schuld der Jedi alle anderen Verbrechen übertrifft wird so deutlich:
Denn wie eine Verfehlung größer als eine andere heißt, entweder wegen der Kausalität, wie die Verfehlung der hellen Macht. Der allgemeinen Auswirkung und Gefahr, wie die Verfehlung der Rebellen. Oder wegen der Scheußlichkeit und der Schwierigkeit der Vergebung, wie die Verfehlung aller Hochverräter, gegen das Imperium. Oder wegen, der Schwierigkeit der Bekämpfung des Hochmutes und der Blindheit des Verstandes, wie die Verfehlung der Abhumanen. So übertreffen auch nach der Verfehlung der Rebellen, die Werke der Jedi alle anderen Verbrechen, sowohl an Abscheulichkeit, da sie den Imperator verleugnen, als auch an Verstandesblindheit, da sie sich in verdorbener Begierde, auf jegliche Schädigung sowohl des Geistes wie auch der Körper, aller Lebewesen und Maschinen, ganz von Bosheit beseelt, stürzen.
Eine Verfehlung ist es, in Verachtung des unwandelbar Guten, wandelbare Dinge anzuhängen und die Abkehr vom Imperator selbst, sei gleichsam das Formale, so wie die Umkehr selbst gleichsam das Materiale sei. Deswegen ist eine Verfehlung umso schwerer, je mehr man sich selbst vom Imperator trennt. Und dies wird erklärt durch den Namen: Ketzerei, dass ihr ganzes Leben, das der Jedi, eine Verfehlung ist.



Carta Extremis


Endlich übertreffen ihre Verbrechen alle Verfehlungen anderer. Bezüglich der verdienten Strafe wird erklärt: erstens hinsichtlich der Strafe, die den Ketzern zuteil werden muss, zweitens hinsichtlich der Strafe, die den Abgefallenen sowie Erzketzern auferlegt werden muss. Ketzer nämlich werden mit einer vierfachen Strafe bestraft, durch Verbannung, Absetzung, Wegnahme des Besitzes und körperlichen Tod. Mehr noch verfallen schwersten Strafen deren Anhänger, Beherberger, Begünstiger und Verteidiger. Denn außer den von ihnen verwirkten Strafen der Verbannung in ein Gefängnis, werden auch ihre Söhne und Töchter, bis zur fünften Generation und bis zum dritten Grad der Verwandtschaft, zu keinem imperialen Amt zugelassen. Ferner wird geprüft werden, ob die Häresie des Ketzers in dessen Blutlinie fortbesteht. Bezüglich der vierten Strafe, wenn der Ketzer nach der Aufdeckung des Irrtums nicht unmittelbar umkehren und der Ketzerei wider des Imperators, abschwören will, muss er umgehend verbrannt werden. Wenn es sich aber um einen imperialer Amtsträger handelt, wird er nach der angeordneten Absetzung seines Amtes, der imperialen Strafjustiz zur Hinrichtung überlassen. Wenn sie aber zum Glauben an den Imperator zurückkehren, müssen sie in ein ewiges Gefängnis geworfen werden und dies nach der ganzen Strenge des Rechts. Milder jedoch wird mit ihnen verfahren nach dem Abschwören, das sie nach Ermessen des Inquisitors leisten müssen. Ein solcher soll auch zum Ertappten und Überführten oder auch Rückfälligen erklärt werden.
Die Jedi auf diese Arten zu strafen, ist aber nicht auszureichen, da sie nicht einfach Ketzer sind, sondern auch Abgefallene und schlimmer noch, da sie über die Verleugnung des Imperators hinaus, mit den Bösartigsten Geschwüren der Macht im Bündnis stehen, in dem sie ihre Körper und Seelen preisgeben. Damit ist ein Jedi immer der Erzketzerei angeklagt, und aus diesen Dingen, ist es hinlänglich vertretbar, dass sie, wie sehr sie auch bereuen mögen und zum Glauben an das Imperium zurückgebracht werden, nicht wie andere Ketzer und Verräter dem ewigen Gefängnis zu übergeben, sondern mit der letzten, der Todesstrafe, zu bestrafen sind.
Nach der Fällung dieses Urteils, eines der Erzketzerei überführter Person, jene zwangsläufig ein Jedi sein muss, ist diese durch die heiligen Flammen des gesegneten Feuers der imperialen Inquisition zu verbrennen auf das ihr Asche gereinigt werde möge.
Und so wie es geschrieben steht, so wird es geschehen, morgen und bis in alle Ewigkeit, auf das der Imperator uns beschützt.
[…]
 

Wargasm

Routinier
Orginal geschrieben von Aliera//

A C H T




»Das Imperium steht an einer Weggabelung. Ein Pfad führt in ein Reich unvorstellbarer Macht, der andere in Vernichtung, Tod und ewige Verdammnis.Nur die, die dem Licht des Imperators folgen, werden ihre Seelen retten können. Deswegen wird das Schicksal hunderter Welten auf den aschfahlen Felsen von Prakith entschieden.«
- Grand Inquisitor Ja'ce Yiaso





Prüfung.
Neue Befehle.
Aus den persönlichen Aufzeichnungen von Interrogatorin Chiyoko Ryunokai.


Chiyoko musterte den violetten Kristallobelisken genau. Sie schätzte ihn auf etwa sechs Meter Höhe und siebzig Zentimeter Breite. Das durch ihn hindurchfallende Licht wurde durch seine Struktur noch diffuser, als es ohnehin schon war und tauchte die Halle in ein seltsames Licht. Die junge Frau streckte ihre rechte Hand erführchtig nach vorne und berührte den glatten Kristall mit den Fingerspitzen. Trotz ihrer Handschue spürte sie eine eisige Kälte von der Oberfläche ausgehen und zog ihren Arm ruckartig zurück. Während sie den Kristall betrachtete, wiederholte sie in Gedanken ihre Aufgabenstellung und bis sich dabei auf ihre Unterlippe, bis sich diese dunkelrot färbte. Dann wendete sie sich aprubt ab und verließ die Halle, um den langen Gang, der sie aus der Zitadelle Inquisitorius herausführen würde, zu folgen.

Sie erreichte die gewölbte Eingangshalle, die mit Fackeln ausgeleuchtet war. Die Wände waren dunkel und furchteinflößend und bei genaurem betrachten konnte man in sie eingearbeitete Bilder und Muster erkennen. Sie alle schienen ihre eigene, düstere Geschichte zu erzählen und Chiyoko verlor sich beinahe in den faszinierenden Arbeiten. Am Tor standen zwei beinahe gesichtslos wirkende Männern in dunkelroter Kleidung, die die junge Frau stumm musterten. Sie gab sich einen Ruck und ging auf die beiden zu, doch bevor sie etwas sagen konnte, begannen sie das schwere Tor für sie zu öffnen. Sie atmete tief durch und verließ den dunklen Turm und erkannte selbst auf den Toren unscheinbare Reliefs. Doch sie hatte keine Zeit, diese genauer zu betrachten, wunderte sich aber, weshalb sie ihr bei ihrer Ankunft nicht aufgefallen waren. Sie trat auf das Plateau, dass sich vor ihr erhob, währen die Tore hinter ihr geräuschvoll geschlossen wurden. Chiyoko blickte in die rötlich bis schwarze Felsenlandschaft von Prakith, die sich vor ihr bis in den Horizont erstreckte und erschauderte. Es gab keine Wälder, keine Seen, nur Fels und Gestein, so weit das Auge blicken konnte. Die schiere Endlosigkeit ließen Chiyokos anfängliche Euphorie schnell zu Unsicherheit werden. Langsam blickte sie an sich selbst hinab und ihr wurde schmerzhaft klar, wie schwer das auf sie Zukommende werden würde. Sie war nur mit ihrer roten Robe, schwarzen Stiefeln und Handschuhen bekleidet. In der linken Hand hielt sie die Karte und den Kompass, das einzigste, was Inquisitor Threadstone ihr mitgegeben hatte. Langsam wünschte sie sich, die nacht zuvor doch geschlafen zu haben, doch die Aufregung hatte sie wachgehalten. Auch jetzt fühlte sie sich noch fit, doch das würde sich vermutlich bald ändern. Ein eisiger Wind pfiff ihr um die Ohren und ihr wurde klar, dass sie keine Zeit mit rumstehen verschwenden sollte. Jetzt wurde ihr erst so richtig klar, was sie nun war: Sie war alleine und auf sich gestellt. Sie ballte die Faust der freien Hand und nickte sich selbst entschlossen zu, sie würde nicht aufgeben und nicht versagen. Sie war erst in diese vollkommen neue und faszinierende Welt gelangt und wollte diese auf keinen Fall so schnell aufgeben oder verlieren.

Chiyoko entrollte die Karte und suchte sich Ort und Position des Turmes und des Zielgebietes, einem Berg etwa siebzig Kilometer in nordwestlicher Richtung. Als sie diese gefunden hatte, suchte sie sich den günstigsten Weg, den ihr die Karte aufzeigte heraus und begann, nachdem sie sich die Richtung mit dem Kompass ausgelotzt hatte, in einem zügigen Laufschritt, den noch recht gut begehbaren Pfad im Fels entlang zu laufen. Sie passte ihren Atem ihrer Geschwindigkeit an und lief den ganzen Vormittag mit kleineren Pausen in das Zal hinab. Gegen Mittag wurde das Gelände immer unberechenbarer und kantiger. Sie nahm sich einen Moment Zeit, um sich mit Hilfe der Karte und das Kompasses neu zu orientieren. Vor ihr befanden sich tief zerklüftete Schluchten und Hügel, deren spitze Kanten unheilvoll in den Himmel ragten. Die junge Frau erkannte, dass sie die nächste Zeit nur kletternd vorankommen würde und fluchte, da sie damit wertvolle Zeit verlieren würde, doch es führte kein Weg daran vorbei. Noch spürte sie die Kälte, die der eisige Wind aus Norden mitbrachte, nicht, denn die Kletterei lies sie gut schwitzen. Immer wieder schnitt sie sich Arme und Beine an den scharfen Kanten des Gesteins auf, doch sie setzte ihren Weg mit grimmiger Entschlossenheit fort. Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte Chiyoko die erste große Schlucht überwunden und spürte langsam, wie sie das kräfteraubende Klettern hungrig gemacht hatte. Sie blieb einen Moment stehen und schloss die Augen, um zur Ruhe zu kommen. Sie versuchte ihren rebellierenden Magen, der nach Nahrung und Wasser schrie, zu ignorieren. Irgendwann gelang es ihr, das nagende Gefühl zu ignorieren. Sie blickte um sich, während der Wind ihr dunkles Haar zerzauste und ihr ins Gesicht blies. Ihre Lippen waren inzwischen trocken und spröde und Müde leckte sie sich unbewußt über diese. Sie überlegte, wie lange sie nun schon unterwegs war, doch sie hatte ihr Zeitgefühl längst verloren. Da es aber noch nicht dämmerte, vermutete sie, dass es später Nachmittag sein mußte.

Chiyoko entdeckte eingie flache Felsen, die sie zum Sitzen einluden und sie stapfte langsam darauf zu. Kurz bevor sie sich hinsetzte, hielt sie in ihrer Bewegung inne. 'Nein Chiyo!' murmelte sie sich selbst zu, 'Wenn du dich jetzt hinsetzt, stehst du nicht mehr so schnell auf...' Seufzend erkannte sie, dass sie beinahe einen schweren Fehler begangen hätte und richtete sich wieder auf. Sie zog die Karte aus dem Gürtel und suchte ihre ungefähre Lage, um sich anhand der jetzigen Umgebung den günstigesten Weg zu ihrem Ziel zu suchen, denn sie hatte festgestellt, dass die Karte in manchen Dingen nicht so genau, wie sie gehofft hatte, war. Sie dachte zurück an die Wälder von Nechera, in denen ihre Heimatstadt Sachikato lag. Dort hatte sie sich immer sicher und geborgen gefühlt. Die Gerüche und Laute des Waldes, die Farben des Himmels, der weiche Boden unter ihren Füßen. Die unfreundliche, karge Felsenlandschaft von Prakith waren ihr so unglaublich Fremd, dass sie beängstigend auf sie wirkten. Nie hätte sie geglaubt, solche Emotionen und Eindrücken ausgesetzt zu sein und erschauderte. Sie prüfte die Richtung noch einmal mit dem Kompass und steckte sich die Karte in den Gürtel zurück. Sie setze ihren Weg, der beständig aufwärts über spitze Felsen führte, fort. Sie begann ein altes Lied ihrer Heimat zu singen, um sich abzulenken und wieder Kraft und Zuversicht zu erlangen. Doch nach einger Zeit mußte sie wieder mehr klettern und die Umgebung erforderte all ihre Konzentration, so dass sie ihren Gesang unbeendet abgebrochen hatte. Mehrfach war sie am losen Gestein abgerutscht und hatte sich weitere Schürfwunden und Kratzer zugezogen. Ihre Finger fühlten sich steif und wund an und auf der Stirn hatte sie einen langen, blutigen Kratzer, den sie sich, als sie gegen eine Felswand gestoßen war, zugezogen hatte. Glücklicherweise behinderte noch keine der Verletzungen sie und sie kam den Umständen nach recht gut voran. Inzwischen war es fast dunkel und sie konnte kaum noch ihre Umgebung erkennen.

Nach Stunden, jedenfalls kam es ihr so vor, gingen die beiden Monde von Prakit, deren Namen sie nicht kannte, am Himmel auf und ihre Sicht verbesserte sich etwas. Inzwischen war sie durchgefroren und zitterte am ganzen Körper, doch sie wollte nicht aufgeben, sie spürte, dass sie nun ihrem Ziel schon sehr Nahe sein musste. Sie zog sich einen weiteren Vorsprung hinauf und zog sich einen weiteren Riss in ihrer Robe zu. Sie nahm das leise, unangenehme Geräusch schon gar nicht mehr war, inzwischen wirkte sie schon ziemlich mitgenommen. Ihr Atem ging stoßweise, während sie sich müde umblickte. Vor ihr befand sich ein kleineres Plateau, auf dem sich eine der Spitzen des Berges befand. Ein dunkler Fleck lis Chiyokos augen aufblitzen und sie rappelte sich auf. Müde stolperte sie nach vorne, denn jede Faser in ihrem Körper schrie nach Erholung und Schlaf. Doch das waren Dinge, die sie ihm jetzt nicht geben konnte und wollte. Sie blickte such um, um sie herum um halbdunkel des in Mondlicht getauchten Plateaus wanderten die Schatten gespenstisch um sie herum und immer wieder glaubte sie eine Bewegung erkannt zu haben. Sie schüttelte ihren Kopf und bewegte sich auf den dunklen Fleck zu. Sie hoffte, dass es eine Höhle oder ähnliches war, ein Ort, an dem sie diese Kristalle finden konnte. Laut Karte mußte es irgendwo hier in der Umgebung sein. Ein leises, nicht definierbares Geräusch lies sie aufschrecken. Doch so sehr sie die Umgebung sondierte, sie konnte nichts entdecken. Dennoch fühlte sie sich wie ein kleines Kind, dass man alleine in eine Geisterbahn gesperrt hatte. Sie setzte ihren Weg fort und erreichte den Eingang zu einer Höhle. Sie konnte sich ein erleichtertes Seufzen nicht verkneifen und betrat diese sogleich. Trotz ihrer Müdigkeit zwang sie sich zu erhöhter Aufmerksamkeit, denn sie hatte nichts, mit dem sie Licht erzeugen konnte. Es war stockdunkel und sie tastete sich langsam an der Höhlenwand, immer an der rechten Seite haltend, entlang. Immer wieder stolperte sie über etwas. Sie spürte, dass die Luft feuchter wurde und spürte wieder den Durst in ihrer Kehle aufbrennen. Leise fluchend setzte sie ihren Weg fort, als sie weit vor sich ein schwaches Licht erkannte. Sie beschleunigte ihren Schritt und bereute dies kurz darauf, als sie der Länge nach vorne hinfiel und sich den linken Arm an einem Stein oder ähnlichem anschlug. Tränen vor Schmerz schossen ihr in die Augen, während sie sich erneut fluchend aufrappelte. Langsam tastete sie sich den Unterarm ab, er schien nicht gebrochen zu sein. 'Warscheinlich angeknackst oder so...' sagte sie sich selber und setze ihren Weg nun wieder vorsichtiger vort. Nach einer gefühlten Ewigkeit trat sie in eine schwach erhellte Höhle. Sie konnte an der Decke verschieden große Stalaktiten erkennen. Doch ihre Hoffnung auf Wasser wurde jäh zerstört, als sie erkannte, dass diese Stalaktiten schon vor langer Zeit zu wachsen aufgehört hatten. Sie waren ein Zeugnis vergangener Zeiten oder kurzer Epochen von Feuchtigkeit, sie wußte es nicht und es kümmerte sie nicht weiter, jetzt, wo sie erkannt hatte, dass es kein Wasser gab. Sie suchte so konzentriert wie möglich die Höhle nach dem Ursprung des Lichtes ab und entdeckte schwach floreszierendes Gestein. Wieder hielt sie inne. Sie glaubte einen Schatten im Augenwinkel gesehen zu haben, doch sie konnte beim besten Willen nichts entdecken. Sie rieb sich die Augen, die ihr nun immer wieder zufallen wollten und ging weiter, als sie erkannte, dass das Leuchten nicht von Gestein sondern von den Kristallen, die sie suchen sollte, kam. Kaum hatte sie den Kristall erreicht, sah sie sich einem erneuten Problem gegenüber. Die Kristalle wuchsen aus dem Boden, doch sie hatte kein Werkzeug, diese herauszuschlagen, also begann sie die Höhle nach freiliegenden oder herumliegenden Kristallen abzusuchen.

Immer wieder übermannte sie die Müdigkeit und der Hunger, gepaart mit Durst und mit jeder verstreichenden Stunde spürte sie die Kraft aus ihren Gliedern weichen. Sie suchte schon fast eine Stunde, als sie einen fast freiligenden Kristall fand. Er war wunderschön und sie mußte nur etwas ziehn, um ihn komplett aus dem Boden zu bekommen. Es war fast zu einfach und sie konnte es kaum glauben, dass er auch groß genug war. Fest umklammert drückte sie ihn an sich und stolperte wieder zu dem Gang, über den sie die Grotte betreten hatte. Langsam tastete sie sich dem Ausgang entgegen, als sie wieder etwas hörte, doch das Geräusch war zu leise gewesen, um es genauer zu zuordnen. Tabsend war das einzigste, was ihr dazu einfiel. Sie schüttelte den Kopf und fand den Ausgang, sich nun links haltend, nach einiger Zeit wieder. 'Vermutlich gab es nur den einen Gang...' sagte sie zu sich und hustete, weil ihr Hals schon viel zu trocken zum Sprechen geworden war. Ihre Stimme klang rauh und brüchig, als hätte sie zu lange gefeiert. 'Schön wärs.' murmelte sie und bereute es sofort, als sich ihre Lungen zusammenzogen und sie einen Hustenanfall unterdrücken mußte. Sie beschloss, ihren Mund zuhalten und wunderte sich darüber, weshalb sie überhaupt gesprochen hatte. 'Vermutlich weil ich alleine bin, Gespenster sehe und höre und das alles total verrückt ist...' dachte sie bei sich und blickte in die Ferne. Es dämmerte bereits. Einerseits war sie froh, bald wieder richtiges Licht erblicken zu dürfen, andererseits errinnerte sie das daran, wie wenig Zeit ihr blieb. Die Abstände, in denen sie etwas zu sehen oder zu hören glaubte, wurden immer kleiner und ihr Körper weigerte sich mit jedem Schritt mehr und mehr, weiter zu machen.

Dennoch hatte sie es irgendwie geschafft, den Weg wieder nach unten zu klettern. Fast unten angekommen, brach die Felskannte, auf der sie stand, ab und sie rutschte mitsamt den Brocken mehrere Meter die schräge Wand hinab und fiel rollend rumpelnd zu Boden. Fast wäre ihr der Kristall entglitten, doch sie schaffte es, ihn in ihrer Umklammerung zu behalten. Erschöpft rappelte sie sich auf und ignorierte die neuen Schrammen und blauen Flecke, als sie ihren Weg fortsetzte. Immer wieder glaubte sie, etwas gesehen oder gehört zu haben, doch um sie herum war nur Gestein und Kälte. Sie spürte, dass sie immer langsamer wurde und trieb sich mit eisernem Willen voran. Es war später Nachmittag, als sie die größeren Schluchten erreichte. Sie würde wieder viel klettern müssen und wollte möglichst viel davon schaffen, bevor es endgültig dunkel war. Plötzlich konnte sie etwas hören, doch es war nicht der Wind oder herabfallende Steine, es war ein neues Geräusch, das wie ledrige Flügelschläge klang. Schnell blickte sie sich um und konnte gerade noch einem Paar Klauen, die nach ihr packten, entgehen. Hastig blickte sie sich nach losem Gestein um und stolperte ihnen entgegen, als das fliegende Wesen schon kehrt machte und einen neuen Anflug startete. Grimmig packte sie die Steine und warf sie dem Wesen, das eine Art Flugechse zu sein schien. Sie traf es zweimal am Flügel, der dritte Wurf ging ins Leere, dann war es schon an ihr vorbei, um zu wenden. Entschlossen packte Chiyoko den letzten Stein und umklammerte ihn so stark, dass die Haut ihrer Knöchel weiß wurde. Mit einem markerschüttertem Schrei stürtze sich das Wesen auf sie und bevor sie reagieren konnte, lag sie auf dem Rücken und vesuchte sich vor den scharfen Krallen und dem spitzen Schnabel zu schützen. Ihre Arme bluteten schon und sie schrei auf, als es ihr eine tiefe Wunde an der Stirb beibrachte. Wütend schlug sie dem Wesen den Stein gegen den Schädel, immer wieder, bis es irgendwann in sich zusammensackte und die junge Frau es von sich herunterwuchten konnte. Schwer atment blickte sie in den Himmel, doch es war nichts mehr zu sehen. Vermutlich war dies ein einsamer Jäger gewesen, das erste lebendige, dass Chiyoko, seit sie den Turm verlassen hatte, überhaupt gesehn hatte und langsam grübelte sie darüber nach, ob es sie vielleicht seit der Höhle verfolgt haben könnte. Was für eine Rolle spielte das schon. Sie blieb einige Momente liegen und wäre beinahe dabei eingenickt, der Schlaf schien so verlockend, er würde sie vom Hunger- und Durstgefühl befrein, sie würde die Schmerzen ihrer Verletzungen zumindest für kurze Zeit vergessen können. 'Müde...' murmelte sie leise und setzte sich ruckartig auf. 'Nein!' schrie sie sich selbst an und rappelte sich auf.


Sie kletterte die ganze Nacht durch und sie glaubte viel länger als auf dem Hinweg gebraucht zu haben. Die spitzen Felsen und Spalten wollten einfach nicht enden und langsam verließen sie ihre letzten Kräfte, Sie wollte schreien, doch sie fand ihre Stimme nicht, sie wollte weinen, doch sie hatte keine Tränen mehr. Wütend biss sie sich auf die Lippe und jede Faser ihres Körpers weigerte sich weiterzumachen. Doch immer wieder schaffte sie es, einen weiteren Schritt zu tun, und der Kristall gab ihr ein wenig Zuversicht. Sie war sich sicher, dass das alles hier nur ein Test sein konnte, doch sie wollte ihn schaffen, den Inquisitor nicht enttäuschen, was auch immer er damit bezweckte. Als der Morgen graute, hatte sie die Schluchten überwunden. Nun würde es zwar beständig bergauf gehen, doch sie würde kaum klettern müssen und leicht vorankommen. Nun konnte sie den Turm immer besser sehen und mit diesem Ziel vor Augen überbrückte sie auch die letzten Stunden. Sie konnte es kaum glauben, als sie die Tore fast erreicht hatte. Ihre Knie wollten ihr schon versagen, doch sie schleppte sich immer weiter, bis sie das Tor erreichte und es ihr geöffnet würde. Hunger, Durst, Müdigkeit, all das spielte gerade keine Rolle, nur eines zählte: Sie hatte es geschafft und war mit einem Kristall zurückgekehrt. Chiyoko folgte dem Gang, an dessem Ende sie ihn schon abwartend stehen sehen konnte.
 

Wargasm

Routinier
N E U N



»In dir ist eine Menge Zorn. Das ist gut. Zorn ist das Tor zur Macht.
Aber Zorn ist nicht genug. Der Zorn muss sich gegen etwas richten, wenn er eine Aufgabe erfüllen soll - Als Waffe, so streng, kontrolliert und tödlich wie ein Lichtschwert, sonst wird er sich gegen dich richten, wie Obi-Wan ihn gegen mich richtete.
Deine Narben reichen tief und sind nicht nur körperlich. Sie reichen bis ins Innere deines Wesen.
Du kannst deine große Macht nicht leugnen. Sie ist da, ob du willst oder nicht.
Du musst die Disziplin aufbringen, sie zu beherrschen. Wenn du nicht lernst, sie zu kontrollieren, könnte das hier dein Schicksal sein.
Wenn du nicht lernst, sie zu kontrollieren wirst du sterben!«

- Lord Vader







Meinesgleichen.
Am Nebelmeer.
Si vis pacem, para bellum.



Es war Krieg, immerhin, auch wenn uns die Rebellen niemals eine offizielle Kriegserklärung lieferten, waren ihre Handlungen und eigenen Absichten immer kriegerisch gewesen.
Ich sinnierte noch eine Weile über diesen Gedanken und ignorierte das Summen der Komlinkanlage. Anrufe waren immer dringend – für den Anrufer. Wenn der Empfänger ein aber Inquisitor war, konnte dieser sich aussuchen, ob für ihn die gleiche Dringlichkeit bestand. Ohnehin musste ein Vollstrecker der Inquisition nicht nur die Macht beherrschen, sondern auch die Zeit. Wenn ich ständig die dringenden Dinge erledigte, kam ich nicht mehr zu den wichtigen.
Wichtig war, dass ich mich auf das anstehende Gespräch vorbereitete. Oder das wäre es zumindest gewesen wenn es möglich gewesen wäre. Sie war, eine der wenigen Personen die mir was bedeuteten. Früher wäre sie es nicht gewesen, früher beutete mir nur das Imperium was. Aber Zeiten ändern sich. Ja, das Imperium und sein andauernder Krieg. Seine Kämpfe, Schlachten und Feldzüge gegen alles und jeden. Gegen alle die kläglich versuchten es in seinen Grundfesten zu Erschüttern. Beinahe zwanzig volle Jahre waren vergangen seit dem wir uns im Krieg befanden. Was hatten diese zwanzig Jahre bis her gebracht? »Nichts, nichts als eine Pattsituation«, flüsterte ich, nippte an meinem Cognac und starrte auf das bewegte Meer hinaus. Ich mag dieses burgartige Haus auf dem Fels im Meer, fernab von jeder größeren Stadt. Während die Sonne zu Beginn dieses Morgens, versuchte die Nebelschwaden über dem Wasser zu verdunsten, knackte weißes Eis auf schwarzes Gestein und der Sturm trieb die schweren Wolken vor sich her. Hier konnte ich mit meinen Gedanken alleine sein, die ohnehin viel bedeutsamer waren, als das eitle Geplapper überschätzter Offiziere. Sie kamen nur wenn ich sie zu einer Besprechung rief, niemand wollte hier länger ausharren als es nötig war. Die meisten waren jung, verweichlicht und hatten das notwenige Maß an Geduld verloren. Aber das waren ihre Probleme, nicht meine. Diese Umstände verschafften mir zumindest die Ruhe die ich brauchte.
Das Wetter schien sich heute nicht entscheiden zu können. Das Wasser war kabbelig, aber nicht aufgewühlt. Böen fegten um die Mauern, aber sie waren nicht stark genug, die Nebelfetzen endgültig zu verscheuchen.
Ich erspähte einen Schwarzen kleinen Punkt in einiger Entfernung. Als ich mein Fernglas zu Hand nahm, erkannte ich einen mittelschweren Landspeeder, der scheinbar unberührt von den Elementen heran glitt. Im Näherkommen analysierte ich das Fahrzeug automatisch. Schnell, Recht klein, vermutlich wendig, schwierig zu treffen. Aufbau gepanzert, keine erkennbaren Geschütze. Eine Salve Granaten würde das Metall durchschlagen können. Das ungepanzerte Triebwerk ist der Schwachpunkt. Dafür würden schon Blaster ausreichen.
Nicht, dass ich mich bedroht fühlte, aber ich war lange Zeit im Feldeinsatz gewesen. Die meisten Säuberungen hatte ich selbst angeführt. Die Panzerung konnte man ablegen, die Schwerter und Feuerwaffen konnte man ablegen, die Art zu denken, jedoch nicht. Der Landspeeder verschwand hinter einigen Felsen im Westen. Er würde einen Bogen fahren und dann den Anleger ansteuern, an dem ein Empfangsoffizier wartete, um die Besucherin ins Haus zu geleiten. Nicht mehr lange…

Ich seufzte und rückte das dreidimensionale Sternenmodell auf einem Tisch zurecht. Hätte ich einen Untergeben erwartet, hätte ich jetzt einen Sessel vor das Fenster geschoben, damit der Besuch geblendet worden wäre. Heute jedoch spielten Ränge keine Rolle. Das kam selten vor. Ich überlegte ob ich den Gast im stehen erwarten sollte, vielleicht vor den gekreuzten Schwertern an der Wand oder jovial gegen die große Marmorstatur des Imperator gelehnt. Vielleicht hätte die Assoziation dem kommenden Gespräch den richtigen Rahmen gegeben, aber letztendlich hatte ich mich entschlossen an dem runden Tisch in der Mitte des Büros zu sitzen und aufzustehen wenn der Besuch eintrat.
Auf einem Seitentisch lagen in einem offenen Stahlbehälter zwei lange Cortosisschwerter in den passgenauen Mulden des Kunststoffeinsatzes. Ich entnahm eine und wog sie in der Hand. Sie war alt, prächtig und wunderbar schwer. Der Griff war abgenutzt und das Heft hatte infolge des Alters angesetzt, aber die perfekt ausbalancierte Klinge, glänzte wie ein Spiegel. Vor kurzem erst ausgeschaltet war das Schwert noch warm und verströmte einen Geruch nach heißem Öl und stechendem Schwefel.
Ich schwang sie ein paar Mal hin und her. Wäre sie eingeschaltet gewesen hätte die Phriklegierung, für ein Nachglühen der Energieschläge in der Luft gesorgt. So erzeugte sie lediglich ein hartes, pfeifendes Geräusch, wenn sie geschwungen wurde, das wie ein Peitschenschlag klang.
Ich legte die Klinge zurück in den Stahlbehälter und setzte mich auf den Ledersessel an dem runden Tisch in der Mitte.
Ich atmete tief durch und wischte mit den Fingerkuppen über das Holz. Kein Staubkorn. Natürlich nicht, auch hier achtet ich auf Disziplin. Ich überlegte wie oft wir uns schon gesehen hatten. Von einer engen Bindung konnte wirklich keine Rede sein. Ich war unschlüssig, ob ich das bedauern sollte. Vielleicht hätte ich mich mehr um sie kümmern sollen. Aber warum? Sie war selbständig und mich brauchte man an anderer Stelle. Es war richtig, stets dort zu sein wo man gebraucht wurde und dennoch…
Der Empfangsoffizier hämmerte an die Tür.
»Herein!« rief ich.
Der Diener mit muskulöser Statur und blonden Haaren schob die schwere Tür auf und meldete: »Nami’lia Tanari, Milord.« Das war überflüssig. Ich hätte sie unter Milliarden sofort wiedererkannt. Eine schlanke, sehr kleingewachsene Frau, in einer langen Panzerrobe betrat den Raum. Die Panzerrobe bestand aus einem glänzenden grauen Material, das wie metalldurchwirkte Seide funkelte, aber schwerer und fließender zu sein schein. Sie war sehr jung, nicht einmal zwanzig Jahre alt. Ihr Haar war dasselbe wie meins, aber nachträglich rot eingefärbt, was man erkennen konnte.
Sie trat in die Mitte des großen Raumes, wobei sie Hüften schwang, die keinen Grund hatten, geschwungen zu werden und sah mich an.
Ich lächelte säuerlich und stemmte mich aus dem Sessel.
»Gut dich zu sehen, Namilia.«
»Ja.« Sie drückte die Hand die ich ihr anbot. »Ich danke dir.«
Ich musterte sich und war unschlüssig wie ich fortfahren sollte. Dann räusperte ich mich und deutete auf den zweiten Sessel. Sie nickte und nahm Platz. Erwartungsvoll sah sie mich an.
»Namilia, wir müssen reden.«
»In Ordnung«, sagte sie schnippisch.
Eigentlich hätte ich mich zur ihr an den Tisch setzen wollen, von gleich zu gleich. Aber die Sache bewegte mich zu sehr und ich ging zwischen Fenstern und Schwertern auf und ab. Meine Hände waren dabei auf dem Rücken zusammengelegt.
»Eigentlich dürfte ich dir das nicht erzählen, weil es absolute Geheimsache ist. Aber du kennst jemanden sehr gut, den ich… den wir, nun brauchen werden.«
In ihren Augen zog sich etwas zurück. Unmerklich sackten ihre Schultern nach vorne.
»Im Gegensatz zu dem, was uns bevorsteht, wenn wir es nicht unter Kontrolle bekommen, ist die Verschlusssacheneinstufung unser geringstes Problem.«
Ich nahm meine rechte Hand nach vorne um meine Ausführungen zu unterstreichen.
»Dann komm aufn Punkt.« Sagte sie etwas hibbelig zu mir.
»Nun gut, hör mir zu.«
Ich stützte mich mit beiden Händen auf die Lehne des Ledersessels der ihr gegenüber stand.
Und begann…


(…)


Die letzten aufdringlichen Speere Tageslicht drangen noch über den hohen schwarzen Kamm der Westwand. Die Sonne ging in einem heftigen Rotton unter. Das Zwielicht sammelte sich in ein letztes Mal für diesen Tag.
Im Orbit lagen drei schwarze Großkampfschiffe der Inquisition vor Gravitationsanker. Es handelte sich dabei um die Flottenkreuzer St. Imperialis und Deathguard und den schweren Zerstörer Faith & Fire, welcher als Späher fungierte und die Spitze der Formation anführte.
Auf dem Gipfel eines hohen Berges, der die Westwand und das Tal mühelos überragte, hatte die Inquisition ihre Einsatzstreitkräfte in Stellung gebracht.
Ich stellte mich neben High Inquisitor Cantov, der die Operation, den Feldtest, leitete. Er trug schlichte rote Gewänder und schein sehr zu Frieden mit sich selber zu sein. Ich blickte mich um und erkannte weitere Inquisitoren und Interrogatoren. Viele davon in Prunkvolle Rüstungen oder Gewänder gehüllt. Die Medici, die speziellen Ärzte der Inquisition, nahmen letzte Vorbereitungen an dem vor uns festgebunden Subjekt vor. Furchteinflößende Riesen in schweren schwarzen Servorrüstungen mit reichlich roten Verzierungen und Abzeichen, standen an den Rändern des Gipfels und hielten mit ihren Feldstechern nach möglichen Feinden Ausschau. Diese Inquisitorium Darktrooper trugen überschwere Projektilwaffen, die nach mehreren galaktischen Abkommen verboten waren. Große wasserstoffgekühlte Tarnfeldgeneratoren, sollten unsere Anwesenheit vor den zu erwarteten Rebellen verbergen. Techniker brachten sie in diesem Moment in Stellung. Die schwarzen Großkampfschiffe im Orbit drehten ab, um sich in dem nahegelegenen Nebel zu verstecken und ihre Signaturen von den Sensoren zu verschleiern.
Ich drehte mich zu Cantov um und schaute ihn an. Dieser grinste und entblößte dabei seine perlmuttfarbigen Zähne.
»Nun Threadstone, was sagen sie zu unser kleinen, feinen Falle?«
Er zeigte dabei auf die circa fünf Kilometer unter uns liegende imperiale Basis, die schon seit zwei Tagen ununterbrochen ein Notsignal aussendet um die Rebellen anzulocken.
»Glauben sie wirklich das es klappt, High Inquisitor? Ich habe sie in meinem Bericht vor diesem Unterfangen eindringlich gewarnt! Mein Gefühl sagt mir das es schiefgeht.«
Cantov winkte ab. »Zur Kenntnis genommen.«
»Und ich rate ihnen, alle Sentimentalitäten beiseite zu lassen. Sie sollen mit dem Kopf denken nicht mit dem Herzen.«
»Gut, in dieser Beziehung werde ich ihrem Beispiel folgen, Cantov.«
»Was macht ihr Herz dieser Tage? Liegt es immer noch in einer Schublade und setzt Staub an?«
Cantov schnaubte. »Threadstone, wenn sie bedenken haben wenden sie sich an Prakith, aber pissen sie mir nicht auf meine Parade!«
Es gab einen frostigen Augenblick. Unsere Interrogatoren wünschten sie womöglich gerade irgendwo anderes zu sein.
Einer der imperialen Taktiker trat vor uns. »Stabsbesprechung in dreißig Minuten.«
Wir nickten im beide zu und entfernten uns voneinander.

Aber er hatte recht behalten. Zumindest was die Falle betraf. Zu unserem Glück landeten die Rebellen aber erst am nächsten Tag in den frühen Morgenstunden.
Cantov freute sich jetzt schon wie ein kleines Kind, weil er Taktiken des Stormtrooper Corps anwandte um die Falle zu perfektionieren. Zuerst wurde ein offensichtlicher Minengürtel um die Basis gelegt. Er wusste dass die Rebellen ihn räumen und dann das Gebiet als Minenfrei, melden würden.
Sobald diese geschehen war, aktivierte sich der zweite, getarnte Minengürtel der tiefer lag und der Bewegungsangriff der Rebellen würde direkt und irrtümlich ins Stoppen geraten.
In diesem Augenblick kam dann Project N145 ins Spiel, der hier sein ganzes Potential entfalten sollte und eine Vielzahl unbewegter Ziele zur Auswahl hätte.

Ich stellte mich vor dieses Wesen, welches mit Drahtseilen an einer extra dafür konstruierten Vorrichtung festgemacht war. Einige Helfer der Medici steckten die letzten mechanisch genormten Schlauchkupplungen in seinen Körper.
N145 war ursprünglich mal ein Chiss, soviel wusste ich bereits. Aber die Inquisition hatte es durch medizinische Eingriffe und arkane Rituale geschafft, ihm seine Seele - wenn man an sowas glaubte- zu entnehmen und eine leere Hülle zurückzulassen.
Wie auch immer. Zumindest wirkte er hohl, aber jedesmal wenn er lebendig war, schien sich etwas in ihm Manifestiert zu haben. Ich kann es nicht erklären. Wenn ich es könnte hätte ich nicht so viel Angst davor. Er hing einfach nur dort und war abstoßend. Tot, aber lebendig. Untätig, aber von der schlummernden Kraft einer Sonne erfüllt. Ein Wesen für apokalyptische unheilige Kriege, die viel zu furchtbar wären um sie sich vorzustellen.
Plötzlich zog mich einer der Medici hinter die Sicherheitsabsperrung. »Es geht los.«, sagte er zu mir.
Cantov wendete sich von seinen Beratern ab und verkündete feierlich.
»Der Feldtest wird Initialisiert – Diensthabender Medici: aktivierten sie Ihn
Ich sah dem plötzlich auftretenden Treiben skeptisch zu. Ein hochrangiger Arzt im prunkvollen verzierten Kittel trat an das Hauptsteuerpult.
Er sah uns alle kurz an und nickte Cantov danach zu.

Der Medici nahm mit beiden Händen den schweren Hauptschalter und legte ihn um…
 

Wargasm

Routinier
»Ich kenne die Jedi besser als du ahnst. Ihre Auslöschung war - und ist - erforderlich.
Sie sind Agenten des Chaos, eingenommen und geblendet von der Lichten Seite der Macht.
Sie haben unsere Makellose Ordnung nie begriffen und häufig geleugnet.«

- Emperor Darth Krayt







Agenten des Chaos.
Deus ex machina.
In nomine Imperator.



Ich habe die Aufzeichnungen der Schwarzen Bibliothek gesehen, und ich habe mit den grauenhaften Hütern gesprochen, und doch werde ich dieses Wissen niemals enthüllen können, nicht einem Menschen und nicht einmal dem Imperator selbst, denn ich habe mich durch einen Schwur an Mächte gebunden, die jenseits jeder Vorstellungskraft liegen. Ich kann nur sagen, dass uns eine Zeit unvergleichlichen Entsetzens bevorsteht, eine Zeit, in der die Menschheit durch das Imperium allein nicht bestehen kann; und selbst im Bündnis mit der Macht, werden wir dem Verderben zwischen den Sternen nicht entgehen können. – Prophezeiung, Herkunft: Unbekannt

Die Imperiumskultur hat nie viel von Divinationen gehalten. Mittlerweile habe ich den Verdacht, dass das unsere größte Schwäche ist. Glauben wir immer noch, dass wir das Werk des Imperators verrichten?


Es roch nach Ozon. Trocken und irgendwie kahl wie ein heißer Draht. Dunkle Wolken bildeten sich, als habe jemand Tinte in das Wasser des Himmels gegossen. Blaues Licht von Gewitterfeuern durchzogen. Ein Geräusch, bei dem sich seismisches Rumpeln mit ätherischen Chorälen vermischte. Donner grollte. Plötzlich brach ein heftiges Gewitter über uns aus, das den Himmel aufwühlte und neu formte. Begleitet von heftigen Winden und katastrophalen elektrischen Phänomenen.
Ein Kugelblitz bildete sich, er zitterte und waberte heller als jede Sonne. Seine Strahlen erhellten den trostlosen Berggipfel und warfen lange Schatten hinter uns. Die Blitzmasse schien sich zu verfestigen und tropfte dann wie Lava, wie geschmolzenes, weißglühendes Gestein in den hohl wirkenden Chisskörper und erfühlte ihn mit Licht. Der Körper zuckte spastisch, während er sich füllte. Seine Gliedmaßen rieben aneinander. Die Lufttemperatur sank. Reif bildete sich auf den Fahrzeugen und der Matsch in den verschlammten Wegen gefror.
Project N145 erwachte.
Arkane Praktiken hatten den Raum über uns so dünn gemacht, dass sich verdorbene Macht durch den Äther schlängeln konnte, als der korrekte Befehl kam.
Die Haltedrähte an seinem Körper summten wie Starkstromkabel und sirrten vor Energie.
N145‘s Körper schien vor uns in der Luft zu schweben. Er leuchtete so grell, dass es schmerzte ihn zu betrachten, aber ich sah genug. In den Buchsen, in seiner glänzenden Haut waren immer noch Stecker eingestöpselt. Verbunde Kabel hingen frei an ihm herunter. Alle Kleidung war verbrannt. Der Körper hatte keine Beine, nur eine baumelnde Sammlung aus Kabeln und genormten Kupplungen.
Ein hungriges Leuchten drang durch Öffnungen, Buchsen und Kupplungen. Die Kabel zuckten. Licht so grell wie ein Sonnenstrahl, schoss durch seine Augenhöhlen.
Die stark ionisierte Luft knisterte.
Der Geruch änderte sich, absonderlich, unangenehm süßlich wie nach erhitztem Zucker, Holzrauch, Salzwasser, Blut...
N145 richtete sich auf. Langsam, sehr, sehr Langsam.

Es fühlte sich an wie eine kosmische Leere, so massiv und ewig, dass mein Geist taub wurde.
Sie war einen Augenblick später verschwunden, gerade noch schnell genug, um mir von ihrem bloßen Ausmaß nicht meine geistige Gesundheit rauben zu lassen.

Ein Moment. Ein eiskalter Gefängnisstrakt vor vielen Monaten. Inquisitorial Overseer Hypos und ich hatten Project N145 zum ersten Mal gesehen. Ich war damals persönlich nach Talus gereist um mir ein eigenes Bild von ihm zu machen.
[...]» Soeben ist Inquisitor Threadstone angetroffen, mit seiner Delegation an Offizieren und Sturmtruppen. Ich habe die Medici angewiesen, die Sedativa herabzusetzen und das Subjekt somit langsam in den Wachzustand übergleiten zu lassen. Ich hoffe, Cantov weiß was er tut. Ich an seiner Stelle würde das Subjekt auf der Stelle töten und die gesamte Region aus dem Orbit sterilisieren«. [...]


Noch ein Augenblick. Blaues Flackern. Kollidierende Galaxien, die Feuer fingen. Längste verstorbene Seelen wie Kometen, die durch die Macht rasten. Stimmen von dem Ungeheuer vor mir, waren der einzigste Laut. Seine Rufe konnte ich jedoch nicht hören, die Gewitterwolken, als wäre man in Pelze eingepackt, schluckten jeden Schall.

[...]»Ich spüre die animalische Energie durch die Wände strömen, obwohl das Subjekt sich immer noch in einem Komazustand befindet. Es ist etwas anderes als die dunkle Seite - es ist korrupt, wie eine um sich beißende Bestie. Als ob man ein tollwütiges Tier mit der ungezügelten Macht der dunklen Seite erfüllt hätte«. [...]

Augenblick. Ozeanische Schwärze. Noch ein Fetzen der Macht. Peinigende Schreie der Unendlichkeit. Die Wahrheit ist in dem Gewitter gefangen.

[...]»Threadstone versuchte es. Die schwächeren Soldaten der Eskorte verfielen sofort dem unkontrollierten Terror des Wesens und wanden sich in ihren persönlichen, leibhaftigen Albträumen, die sich vor ihren Augen zu verschwimmenden Realitäten zusammenrafften. Meine Konzentration verhinderte zuerst schlimmeres, aber je länger Threadstone auf den Kontakt zu dem Wesen bestand, desto mehr begann die Korruption an meiner Mauer zu nagen und der Wahnsinn meinen Willen zu übertrumpfen. Nach einem schier endlos wirkenden Zeitraum befahl der Inquisitor, das künstliche Koma erneut zu initiieren - keine Minute zu früh, da die verwirrten Sturmtruppen und Offiziere bereits in ihrem Wahn die Waffen auf sich selbst, die Trugbilder und ihre Kameraden richteten«. [...]

Augenblick. Kaltes Licht. Äonen alt.

[...]»Threadstone wirkte erschüttert - und einen Inquisitor zu erschüttern ist eine monumentale Tat. Ziemlich wortkarg verließ Threadstone die Facility um dem Inquisitorius Bericht zu erstatten. Um den Willen der Galaxis und der Macht trifft Cantov die richtige Entscheidung - oder die Korruption wird sich ausbreiten wie eine Pest«. [...]
Aber es war die Falsche Entscheidung.
Es gibt Dinge am Rande unserer bekannten Galaxie die sollten niemals entdeckt werden. Unbeschreibliche Dinge, eingehüllt in Furcht und Schrecken.
Dieses Monster haben wir erschaffen.
Möge der Imperator uns verzeihen. Das Schicksal wird es nicht.
In diesem Moment, in diesem Bruchteil eines Wimpernschlages glaubte ich nicht mehr, dass die Jedi unser größter Feind waren. Etwas anderes, etwas neues hatte ihren Platz eingenommen.

Augenblick.

Ich wurde aus der Trance gerissen und erwachte schlagartig. Ich schaute mich um. Der Himmel war immer noch von voller Gewitterwolken und Blitze bildeten knisternde Goldkronen über den Berggipfeln.
Cantov war wie erstarrt und blickt das Wesen, das vor uns schweben schein, fasziniert an.
Der diensthabende Medici wich einen oder zwei Schritte auf dem plötzlich spröden Matsch zurück. Er konnte nicht glauben, was er sah. Er spürte, wie sich seine Eingeweide verflüssigten.
Die Darktrooper hatten ihre überschweren Waffen auf das Wesen gerichtet und entsichert. Ich glaubte nicht dass sie im Ernstfall etwas genützt hätten.
Ich brüllte Cantov an. »Machen sie es sicher! Sichern sie das Wesen, sofort!«
Er erwachte ebenfalls schlagartig aus seiner Starre und realisierte die Situation.
Danach gab er dem stellvertretenden Medici unverzüglich Anweisungen.
Dieser aktivierte das Eindämmungsfeld um die Vorrichtung sofort und begann mit der Injektion einiger unterdrückender Sedativa.
Wir brauchten die gesamte Nacht um N145 unter Kontrolle zu bringen.

Im Morgengrauen hatte sich die Lage beruhigt und der Chisskörper schwebte regungslos in dem Eindämmungsfeld.
Einer der Darktrooper klickte zweimal mit dem Komlink. Ich drehte mich zu ihm um und er zeigt, den Feldstecher mit der rechten Hand herunternehmend, mit seiner Linken in Richtig Himmel.
Ein paar Sekunden später donnerten Landefähren der Rebellion durch die Atmosphäre und setzten ein komplettes Bataillon Panzer und Infanterie, einige Kilometer vor der imperialen Basis ab, um diese einzunehmen und womöglich nach imperialen Codes und Informationen zu durchsuchen.

»Project N145.«, flüsterte Cantov
»Jaaaa…«.
Ich erschrak und fuhr herum, aber vom Sprecher war nichts zu sehn. Das Wort war nicht akustisch zu hören, er projizierte es durch die Macht direkt in unsere Köpfe. Es war wie ein giftiger glühender Draht, um eine monströse Waffe mentaler Gewalt gewickelt, die in meinen Hinterkopf schmetterte.
Cantov zeigte auf die bereits vorstoßenden Rebellentruppen und Panzerverbände. Die sich einige Kilometer vor uns auf einem großen Feld formierten und mit bloßem Auge nur als kleine Punkte zu erkennen waren.
»Vernichte Sie!«
Das knackende Zischen von Energie ertönte.
Ein grässliches weißes Ding, das sich so schnell bewegte, dass man es nur als Nachbild auf der Netzhaut wahrnahm, zuckte aus der Vorrichtung und schoss davon.
 

Wargasm

Routinier
»High Inquisitor, Project N145 ist ein Geschwür, das an dem Imperium nagt.
Mit jeder Dekade an Minuten wird es stärker und frisst sich tiefer hinein, lässt ausgelaugte tote Macht zurück. Dieser Schrecken, diese Abscheulichkeit hegt Gedanken und Absichten von unvorstellbaren, galaktischen Ausmaß. Wir haben diesem Schrecken einen Namen gegeben, um unsere Furcht zu besänftigen, doch wenn es sich unserer überhaupt bewusst ist, dann höchstens als Beute.
Alles was wir tun können, ist zu versuchen, dieses Biokonstruierte Monster aufzuhalten und seine schwarzen Energien einzudämmen, die es instinktiv auf uns hetzt. «

- Inquisitor Threadstone in einem Schreiben an das Inquisitorium Prakith







Lux aeterna.
Die Konsequenz.
Abyssus abyssum invocat.



Nachdem sie ihn gemacht hatten, nannten sie ihn Project N145. Project N145 “Omnicron“.
Omnicron zu Ehren der Forschungseinrichtung die mit seiner Herstellung betraut war.
Er scheint eine eigene Intelligenz zu besitzen, also konnte er sich an diesen Namen erinnern – vielleicht – ihn aber nicht Aussprechen. In der lachenden Onomatopoese Omnicrons wurde er einfach mit einem bestimmten kehligen Gackern in einem tiefen Timbre bezeichnet.
Die Sonne ging auf, aber noch kein Tageslicht war in die riesige schwarze Schlucht vorgedrungen. Die Gewitterwolken und elektrischen Phänomene seiner Erweckung waren, nach einigen Stunden, bereits verschwunden. Alles wirkte trügerisch friedlich. Hoch oben war der sichtbare Himmel blau weiß und von rauchigem Licht erfüllt. Die Sonnenstrahlen beleuchteten die hoch aufragenden Gebirge im Osten. Wo Sonnenlicht auf das Gestein fiel, weit weg und hoch oben, leuchtete es wie Bernstein. Der tiefe Boden unter Omnicron war eine blinde, kalte Gegend im Schatten der Westwand. Die Morgentemperatur lag bei minus vier Grad, reif bedeckte das Gelände, der Boden war gefroren und ein eisiger Nebel hüllte das Gewirr aus nassen schwarzen Steinen und tiefen Kratern ein. Alles war ruhig und still. Nur das Zirpen und huschen von Ungeziefer war zu hören.
Project N145 Omnicron war auf der Jagd.
Unheilige Macht zwang ihn dazu alles zu Vernichten wenn der Befehl kam.
Leise schwang er seine immense Körperfülle über den Kamm. Das einzige Geräusch das er dabei verursachte war ein kaum merkliches zischen in der Luft, begleitet von einem langen Kondensstreifen.
Der Kamm endete vor einem eingesunkenen Wasserlauf.
Trotz der Dunkelheit konnte er ihn deutlich sehen. Seine Augen stellten die Einzelheiten der Welt in roten Phantomen dar, er konnte ihre Form auch Riechen, Schmecken und durch die Macht fühlen. Er roch die Struktur des Gesteins und das flache Wasser des trägen Flusses.
Er empfand kein Schmerz, so wie sein Körper zwar die Kälte registrierte, ihm aber daraus kein Unbehagen wuchs. Omnicron schwebte lautlos noch einige Kilometer weiter, durch die kalte Morgenluft. Jetzt konnte er etwas neues Riechen.
Er konnte Fleisch riechen.

»Kontakt!« Brüllte der Komlink- Offizier der Kompanie, aber das war längst offensichtlich. Einen Kilometer voraus zuckten Explosionen und Flammen durch die Dunkelheit des Morgengrauens. Sie hörten das Knallen von Sprengkörpern und noch ein anderes Geräusch. Eine Art Gackern oder Lachen.
Der Kampferfahrene Rebellenoffizier Colonel Aleis lief über den vereisten Weg dorthin wo Major Ponthes neben dem Komlink- Offizier hockte.
»Meldung!«
»Die Situation ist nicht ganz klar, Colonel« erwiderte Ponthes. Sein Atem bildete weiße Wolken vor dem Mund. Er hielt sich den Kopfhörers des Komlink Gerätes ans linke Ohr. »Es hört sich an, als wären die Renegades in ein Minenfeld vorgestoßen. Mindestens ein Fahrzeug unbrauchbar.«
»Ach verdammt!« sagte Aleis. »Ich dachte das Gebiet sei geräumt worden?«
»Direkt heute früh, vor Ende der Dunkelheit«, sagte Ponthes achselzuckend.
»Was machen die Renegades jetzt?«
»Ihr Kommandeur hat halten lassen, aufgrund der Minengefahr.«
Aleis fluchte erneut. » Stellen sie mich durch«, sagte er zum Komlink Offizier. Der Mann nickte und reichte ihm den Kopfhörer.
»Hier spricht Colonel Aleis, vom 1st Rancor Squadron. Erbitte Bestätigung sind sie in Bewegung?«
»Äh.. Negativ, Aleis.«
»Verdammt, wenn sie auf der Stelle kleben bleiben werden Sie gefunden und aus dem Orbit vernichtet, T4-B Panzer hin oder her!«
»Das Gebiet ist vermint, wir können nicht weiter.«
Aleis warf dem Komlink Offizier das Sprechgerät zu. »Was ist los mit diesem Idioten? Hat man ihnen die Lage nicht erklärt?«, Fragte er Ponthes.
»Die Renegades sind gerade erst angekommen.« Erwiderte Ponthes.
Aleis zog eine Augenbraue in die Höhe. »Glauben sie vielleicht, wir erklären es ihnen, weil wir uns so gerne reden hören?!« Aleis ließ, die Frage unbeantwortet und fuhr weiter fort.
»Wir werden folgendes tun…« begann er, indem er auf die Holographische Landkarte schaute, auf der sich unzählige verschiedenfarbige Lichter, tummelten.
»Wir rücken mit allen Einheiten auf breiter Linie vor, um den Zeitvorsprung halten zu können. Der Befehl lautete schließlich, die imperiale Basis einzunehmen und nach wichtigen Informationen zu durchsuchen. Bevor die Imperialen ihre Sternenzerstörer im Orbit in Feuerposition bringen können.«
Ponthes nickte. »Also los.«, sagte er und ging mit knirschenden Schritten über den vereisten Weg um seinen Soldaten zu befehlen die Deckung zu verlassen.
Aleis beobachtet den raschen Aufmarsch einen Moment und war zufrieden.
Er nahm den Kopfhörer des Komlinks wieder und schaltete es ein.
»Aleis an Kommandeur Renegades. Melden sie sich.«
»Empfang Laut und Klar. Ich höre, Colonel.« Antwortete die knisternde Stimme.
»Passen sie auf, sie bekommen jetzt Infanterieunterstützung. Setzen sie mit ihren Fahrzeugen aus dem Minenfeld zurück und versuchen sie es zu umgehen.«
»Verstanden Colonel, wir werden…. «, der Komspruch brach abrupt ab und ging in statisches Rauschen über.
»Wiederholen, Renegades. Wiederholen, ich konnte sie nicht aufnehmen.«
Aleis sprach noch ein paar Mal ins Komlink und setzte dann den Hörer ganz langsam ab, als er ein weißes Ding über der Stellung der Panzerkompanie schweben sah. Es war heller als die Sonne und es schmerzte ihn es anzublicken. Er wollte gerade über das Comlink eine Meldung absetzen, als plötzlich eine heftige Explosion das gesamte Gelände Kilometerweit erschütterte. Ein heißer, harter Feuerball breitete sich in der Linie der stationären T4-B Panzer aus. Ein lauter aber sehr dumpfer Knall war zu vernehmen, als würde man eine schwere Bombe Unterwasser zünden. Im selben Augenblick Explodierten alle Panzer gleichzeitig in grässlichen grünen Flammenzungen.

Mit dem Tötungsinstinkt gekoppelt, der ihn dazu trieb, die Dinge zu tun, für die er gemacht worden war, ließ Omnicron einem Panzerbesatzungsmitglied das Entkommen war, den Kopf explodieren. Er betrachtete gespannt, die sich aus dessen Halsstumpf entwickelnde Blutfontäne.
Der Zustand der Leichen war erschütternd. Keine einzige war intakt, wenn sie nicht verbrannt waren. Gliedmaßen waren allen Fleisches beraubt. Oberkörper ausgeweidet. Blutige Rippenstümpfe ragten durch zerfetzte, durchnässte Kleidung. Der Rest war vom Feuer verzehrt wurden.
Das Ungeheuer schwebte nun weiter auf die Stellung von Colonel Aleis zu, da der Großteil der Panzerkompanie vernichtet worden war oder im Sterben lag und ihn das langweilte.

»Weil der Meister mich gesandt, verkünde ich euren Untergang. Ich komm zu euch, ihr könnt mich hören. Ich komm zu euch, um zu zerstören. Diese Sekunden eure letzten sind. Denn wie ein Stäbchen werde ich euch zerbrechen und niemand wird euch rächen«


Omnicron schien zu den Rebellen, in der Macht zu sprechen, aber ich hörte ihn ebenfalls.
Seine Wörter flossen selbst in der Macht, melodisch in einer seltsamen Kadenz, wie niemand den ich kannte, sie hervorbringen hätte können.
Der helle Stern ging wieder über der Ebene auf. Ein dunstiger weißer Ring um ein strahlend leuchtendes Zentrum. Beinahe flatternd wie ein Blatt im Wind, schwebte Omnicron zu Colonel Aleis und landete ein paar Meter von ihm entfernt. Die Kieselsteine unter ihm verwandelten sich in Glas.
Aleis sah ihn ehrfürchtig an. Er hatte immer angenommen, weißes Licht sei rein und irgendwie züchtig, edel und gut. Doch dieses Weiß war unaussprechlich böse, eisig, seine Reinheit war ein Gräuel.
Omnicron kicherte und lachte hysterisch. Das aus seinem klaffenden Maul ausströmende Licht, erleuchtete seine Zähne von hinten und zeichnete ihre Silhouetten nach.
Aleis Panzerung fing an zu schwelen.
»Hallo. Du bist aber ein süßer kleiner Mensch. So ein hübsches Gesicht. Ein Jammer das ich es ruinieren werde.«

Ich schaute mir das Spektakel durch einen Feldstecher an und blickte dann zu Cantov der sein dämliches Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht bekam.
»Die Perfektion der Furcht«, sagte er selbstzufrieden.
Interrogatorin Ryunokai, eine hochgewachsene Schlanke Frau, arkanischer Herkunft, mit weißer Haut und blauen kurzen Harren, stellte sich neben mich und seufzte.
»Wie haben wir nur das Imperium aufgebaut?«, flüsterte sie.
»Tod und Furcht? Das sind keine Bausteine.«
Cantov drehte sich um. Er hatte sie gehört.
»Ist das ein Beispiel, für ihren aus dem Rahmen fallenden Humor, Interrogatorin?!«
Sie sah ihn abfällig an und erwiderte schroff. »Wenn sie dann Nachts besser schlafen können, sage ich ja.«
Ich wollte ebenfalls etwas antworten, kam aber nicht mehr dazu, da die nächste Explosion erfolgte.
Von einem Lichtblitz begleitet, wurde eine so mächtige Energie freigesetzt, dass sie beinahe jenseits aller Geräusche war. Sie war sehr leise und noch dumpfer, als würde man eine Atomwaffe in der Atmosphäre zünden.
Omnicron entfachte einen gigantischen Feuerball und verdampfte die komplette Landezone der Rebellen in einem Aufblitzen aus Licht, Knochensplittern, Fleisch und Stahl.
Der Raum um ihn kochte und flammte in spasmischen Lichtranken auf.
Die Explosion breitete sich aus und überzog das Gelände mit einem Regen aus verbrannten Fleisch, verkohlten Knochen und geschwärzten Metalltrümmern.
Omnicron schnaubte hämisch und klatschte in die Hände.


(…)


Die Brandung nahm zu und der Wind schlug große Wasserwellen gegen das alte Gemäuer des burgenartigen Hauses am Nebelmeer.
Namilia starrte mich unglaubwürdig an. Zwei Minuten lang. Bevor sie merkte das ich bereits nichts mehr sagte. Man hörte nur das Knistern des Kamins und die Brandung des Wassers.
»…und was soll ich jetzt tun?« fragte sie mit zittriger Stimme.
Ich hatte mich inzwischen doch hingesetzt und lehnte mich entspannt zurück.
»Wir haben Operation Blacktrier, damals mit Project T.E.N. nie beendet, inoffiziell zumindest. Ich weis aus eigener Erfahrung das Belai noch lebt und sie ist eine der wenigen Personen die ich kenne, die N145 aufhalten könnte.
Omnicron bedient sich der dunklen Macht, somit ist niemand der Inquisition dazu in der Lage. Man kann Feuer nicht mit Feuer bekämpfen. In diesem Fall nicht. Diese Jedi aber beherrscht die helle Seite, das könnte klappen.«
Ich stand auf um wieder mit der rechten Hand zu gestikulieren.
»Man könnte mein Unterfangen hier als Ketzerei abstempeln. Aber Cantov dieser Idiot will noch weiter gehen und N145 jetzt in einen Maelstorm Generator stecken um irgendwelche Raumlöcher zu erschaffen und im Ernstfall gibt es niemanden der das Wesen aufhalten könnte. Es würde uns alle Vernichten und noch darüber lachen.«
Ich blickt Namilia ernst an und sie rutschte auf dem Sessel hin und her.
»Du kennst Ten Belai und ihren Clan, geh zu ihnen, schilder ihn den Ernst der Lage und sag das sie sich bereithalten sollen einzugreifen.«
Sie schwieg. Lange. Eine halbe Minute. Eine ganze.
»Du kannst mir nichts befehlen«, sagte sie schließlich.
»Nein. Aber ich kann dich bitten, Tochter.«
 
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